Caravan Salon 2017 – News & Stories – Teil 1

Im ersten Teil unseres Messeberichts nehmen wir die Neuheiten unserer Hausmarke Westfalia unter die Lupe. Zwei neue Fahrzeuge sowie eine 4×4-Option wurden angekündigt. Wir stellen Euch den neuen Columbus 540 D, den Sven Hedin sowie den Amundsen „Offroad“ mit einigen Bildern vor.


Dieses Jahr erleben wir Anreise und Einchecken auf dem großen Wohnmobilstellplatz (P1) an der Messe Düsseldorf entspannt und ohne das Chaos des letzten Jahres. Ein perfekter Platz unter Bäumen mit Strom, einem kurzen Weg zur Haltestelle des Messe-Shuttle-Busses und in angemessener Entfernung zum Festzelt, verspricht die perfekte Arbeitsumgebung für unser jährliches Blogger-Abenteuer auf dem Caravan-Salon 2017.

P1, im Feld Nord 3 Reihe 3

Am Fachbesuchertag (Freitag, 25.08.2018) steuern wir bei herrlichem Sommerwetter morgens obligatorisch die Pressekonferenz unseres persönlichen Kastenwagen-Favoriten Westfalia an.

Alle Neuheiten via Powerpoint – Schnittchen inklusive

Amundsen 540 Offroad

Der angekündigte Amundsen 540 Offroad, mit kernigen Geländereifen und von den „Folienpiraten“ in schmutzabweisendes Oliv-Grün gewandet, zieht mit seinem Kuhfänger und dem „Outdoor-Ambiente-Leuchtpaket“ nicht nur die Augen der männlichen Interessenten auf sich.

Wäre eine Teststrecke vor der Halle, Westfalia könnte sich wohl kaum vor Besuchern retten!


Offroad-Paket

  • Allradantrieb von Dangel
  • Sperre für das Hinterachsdifferential
  • Fahrwerksanhebung
  • 18 Zoll Sonderfelgen mit „All Terrain“-Goodrich-Reifen
  • 4 Zusatzscheinwerfer mit Frontbügel auf dem Dach (2 weitere Zusatz-Scheinwerfer rechtes Licht)
  • Thule Dach- und Heckträger für weiteres Gepäck
  • nachrüstbar ein Kajak- oder Ski-Rack
  • Dachkorb für Ersatzrad
  • 9-stufige Leiter

Preis (regulär ca.) 23.000 € – Messepreis 18.400 €


Columbus 540 D

Den Columbus von Westfalia gibt es nun auch in der kurzen Version von 5,40 Meter bei einem Radstand von 3,45 Metern.

Durch das neue, optionale Aufstelldach, bietet der wendige „Kurze“ bis zu 4 Personen Platz zum Schlafen und Reisen. Das komfortable Froli-System findet sich nicht nur unter der Matratze im Heck, sondern ebenso im Dach. Die Aufstiegsleiter zum Dach lässt sich für platzsparendes Verstauen in 2 Teile zerlegen und wird in der Heckgarage gelagert.

Die Sitzfläche der Rücksitzbank wird sich künftig ein Stück nach vorne ziehen lassen (ähnlich wie beim Sven Hedin), um den Winkel der Rückenlehne für ein komfortables Sitzen im Standbetrieb anzupassen.

Das Platzangebot in der Dinette insgesamt ist bei dieser Fahrzeuglänge sehr begrenzt. Das gemeinsame Essen von vier Personen, die Schlafen und Reisen, dürfte schwierig werden. Der variable Tisch erfordert bereits bei zwei Personen eine ausgewogene Körperplatzierung, um den knappen Platz gerecht untereinander aufzuteilen. Ein Stauschrank mit Klappe sowie ein offenes Fach nehmen Utensilien über der Dinette auf.

In der Nasszelle kann man aufgrund der Kürze des Fahrzeugs keinen Tanzsaal erwarten. Hier sollte der künftige Käufer intensiv Probestehen und -sitzen, denn für großgeratene Leute mit Freude an raumgreifenden Ganzkörperwaschungen ist die kleine „Columbine“ eher nicht geeignet.

Der Küchenblock ist in der Stauraum-Größe angepasst und bietet das gleiche Oberflächenmaterial, sowie den Herd vom großen Bruder. Der kleine Kühlschrank mit darüberliegender Besteckschublade aus dem Amundsen 540 ist an der Stirnseite verbaut und bietet durch die komplett aufschwingende Tür, Zugriff von drinnen und draußen. Statt Oberschränken finden sich über der Küchenzeile zwei offene Regalfächer. Das rechteckige Spülbecken lässt sich mit einem oberflächengleichen Brett verschließen. 

Über dem Querbett im Heck wird der Luftraum an den Türen mit zwei Staufächern mit Klappe (ohne Rückwand) genutzt.  Das in Kastenwagen dieser Größe unweigerlich abgeschrägte Bett, besteht, wie beim großen Bruder, aus zwei Hälften, die nunmehr sogar sowohl einzeln als auch gleichzeitig aufstell- und fixierbar sind – das ermöglicht eine individuelle und ungemein flexible Nutzung des Stauraums, so dass insbesondere für Kurztrips 1-2 Fahrräder ohne Probleme transportiert werden können, ohne dass die Anschaffung eines Fahrradträgers notwendig wird.

Der Polsterstoff wird ab sofort auch in unempfindlichem „Titanschwarz Uni“ angeboten. Für Outdoorsportler und Hundebesitzer ein dickes Plus. Ein Staufach mit Aussenklappe ist in der Dinetten-Sitzbank untergebracht. 


Sven Hedin auf VW Crafter

Anders als einige Mitkonkurrenten stellt Westfalia keine Studie auf dem VW Crafter vor, sondern hat Nägel mit Köpfen gemacht und einen alten Bekannten aus früherer Produktion, den Sven Hedin auf LT28-Basis, auf dem neuen Crafter in die Gegenwart geholt.

Das Problem der geringen Innenraumbreite, die für einen normalen Querbettschläfer nicht ausreichend ist, hat Westfalia durch ein selbst entwickeltes und zum Patent angemeldetes elektrisches „Pop-Out“ gelöst. Eine neue Alternative zu permanenten Ausbuchtungen aus der Fahrzeughülle.

In die Küchenzeile ist in die mattschwarze Oberfläche, die auch die Columbus-Serie ziert, ein rundes Spülbecken eingelassen. Der Zustieg zum Bett wird über einen am Schott angebrachten Klotz im passenden Holzdekor erleichtert, der ebenso als Mini-Staukästchen dient.

Zum Kühlen von Lebensmitteln und Getränken wurden an der kurzen Strinseite des Küchenblocks zwei Schubladen mit Gitterkörben eingebaut, die oberhalb noch Platz für eine kleine Besteckschublade lassen.

Ob diese Konstellation im Vergleich zur einzelnen großen Schublade im Columbus einen Vorteil bietet, kann nur aus der Praxis beantwortet werden.

Ein Vorziehen der Sitzbank ermöglicht einen bequemeren Winkel der Rückenlehne im Standbetrieb.


Freut Euch auf den 2. Teil unserer „News & Stories“ zum Caravan Salon 2017 mit der Studie des VW California XXL, welchen wir uns im Detail anschauen durften.

5 Replies to “Caravan Salon 2017 – News & Stories – Teil 1”

    • Volker

      Hallo Sandra,
      ja es gibt von Dethleffs eine Studie für ein E-Wohnmobil zu sehen. Leider haben wir es immer noch nicht aus Zeitgründen geschafft, hierzu einen Artikel online zu stellen. Kommt aber bald. VG Volker

  1. Pingback: Zu Besuch auf dem CARAVAN SALON Düsseldorf 2017 › takly on tour - Der Blog für Reise- und Campingbegeisterte

  2. Mandy // Movin'n'Groovin

    Vor dem Amundsen 540 Offroad habe ich auch mit großen Augen gestanden und wollte den am liebsten direkt mitnehmen. 😉 Nur der Preis hat mich dann doch auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Aber cool, dass es sowas gibt. Wenn andere Hersteller nachziehen mit Offroad-Optionen, wird’s vllt. mal ein Stückchen günstiger…
    Viel Spaß noch auf der Messe! War schön euch mal „in echt“ kennen zu lernen! 🙂

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