UMIWO auf der Touristik & Caravaning Messe Leipzig 2016

Das Caravaning Messejahr 2016 neigt sich langsam seinem Ende zu. Die letzte Messe des Jahres findet im November in Leipzig statt. Nachdem 10 Teilnehmer unseres Gewinnspiels freien Eintritt genießen können, reisen auch wir in ganz offizieller Mission nach Leipzig. Zusammen mit anderen Bloggern wurden wir von der Messe eingeladen, um uns einen Überblick zu verschaffen und Kontakte zu knüpfen. Wir sind dabei auf einige interessante Fundstücke gestoßen.


Anreise in zwei Etappen

Nach unseren regulären Arbeitspflichten am Freitag sind wir erst am frühen Abend unterwegs Richtung Leipzig. Die rund 275 Kilometer von Hannover aus teilen wir in zwei Etappen und biegen nach 140 Kilometern ab, nach Halberstadt, um direkt unterhalb des riesigen Doms am Düsterngraben 16 offiziell, ruhig und kostenlos die Nacht auf einem Stellplatz in historischer Umgebung zu verbringen.

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Alle 15 Minuten schlägt hier die Glocke im Turm durch die Nacht, stört jedoch nicht unseren erholsamen Schlaf.

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Der nächste Morgen hält neben dem Dogwalk noch zwei schnelle Fotos für uns bereit und schon brechen wir auf, zu den zweiten 135 Kilometern.

Die Weite des „Wilden Ostens“ begeistert uns wie so oft, als wir über die Autobahn dahin rollen und die, wie an einer Perlenschnur, aufgereihten Baustellen passieren.

Bildquelle: http://www.tc-messe.de

Bildquelle: http://www.tc-messe.de

Über die MesseAbfahrt von der A14 sind wir nach wenigen Minuten bereits auf der riesigen Besucher-Parkfläche P1 angelangt, wo für das Parken pro Tag 6 Euro anfallen, mit einer Übernachtung 14 Euro, also insgesamt 20 Euro. Außer zwei großen WC Häuschen und Mülltonnen gibt es keinen weiteren Service. Aber für eine Nacht reicht das vollkommen aus. Auf dem Gelände befindet sich, ein paar 100 Meter entfernt, der „Caravan-Übernachtungsplatz“. Hier wird man jedoch deutlich höher zur Kasse gebeten. Gerüchteweise hören wir später über zwei Bloggerkollegen, dass ein Wohnmobil mit Anhänger für eine Nacht dort sage und schreibe 94 Euro zahlen musste! Der Tarif setzt sich wie folgt zusammen: 2 Tage Wohnmobil (2 x 30 Euro) und 2 Tage Anhänger (17 Euro) macht zusammen 94 Euro. Ob Strom und V/E dabei gewesen sind, wissen wir nicht.

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Der Parkplatz füllt sich im Sekundentakt mit PKWs, die dem verteilten Grüppchen von Wohnmobilen immer näher rücken. 

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Das TC Bloggertreffen

Schnell noch den Hund bespaßen und zum Schlafen ins Körbchen kuscheln, bevor wir, nach einem kleinen Fußmarsch von 5 bis 10 Minuten, zum vereinbarten Bloggertreffen das Messegelände betreten. Neben alten Bekannten, wie Dr. Camp oder IsasWomo, sehen wir heute auch viele neue Gesichter… (Namen der Blogs und Links dazu am Ende des Berichts)

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Jana Niemann und Daniel Lorenz  organisieren das erste Bloggertreffen der TC.

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Noch etwas müde von der Overnight-Aktion des Radiosenders MDR 1 Radio Sachsen, „Nachts auf der Messe“, bei der 10 Gewinnerpaare zur Nacht in einem Ausstellungsfahrzeug in der Halle probewohnen durften, bieten uns die beiden bei Erfrischungsgetränken alle messerelevanten Informationen, die wir benötigen.

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Bei einem gemeinsamen Rundgang, mit eigens erstellter „Standarte“, durch die insgesamt drei Ausstellungshallen machen wir bei einigen jungen Unternehmen halt, die mit eigener Internetaffinität bereitwillig Infos für schreibhungrige Bloggerseelen anzubieten haben.

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Foodtruck Court

Die kurzweilige Tour beenden wir im „Foodcourt“ in Halle 1, in einer bunten Ansammlung von mindestens 13 Foodtrucks, die für jeden Geschmack etwas anzubieten haben, einer liebevoller gestaltet, als der andere. (Diashow zum Vergrößern auf die Fotos klicken)

Und während die anderen einem „Sunny Borrito“ fröhnen, weichen wir dem Getreide aus und schmausen Pulled Beef im Becher vom Food Truck „Zur Plaste“ aus Ichtershausen (Thüringen).

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Bildquelle: http://foodtruck-thueringen.de/

An vielen Hallenecken trifft man auf „original DDR Softeis“, dem auch wir irgendwann nicht mehr widerstehen können 🙂 …..hmh…..lecker…..


SHAREaCAMPER

Interessant fanden wir das Gespräch mit dem Geschäftsführer Jan Bartel des Sharing-Portals für Wohnmobile und Wohnwagen „SHAREaCAMPER“.

 

Bildquelle mit freundlicher Genehmigung : Dr. Camp (www.drcamp.de)

Bildquelle mit freundlicher Genehmigung von Dr. Camp (www.drcamp.de)

Wenn es mittlerweile auch etliche Mitbewerber in diesem Bereich gibt, so lohnt sich hier neben Angeboten in Deutschland insbesondere der Sprung auf andere Kontinente, nach Neuseeland oder Australien, wo man zu deutlich günstigeren Konditionen mieten kann, als dies bei kommerziellen Anbietern der Fall ist. Zugleich lernt man stets die Besitzer kennen, die einem ihr „liebstes Stück“ samt Equipment überlassen, weiterer freundschaftlicher Kontakt nicht ausgeschlossen. So lernt man auf günstige Weise Land und Leute kennen, bekommt Tips und Anregungen von Einheimischen und kann sich ein Land abseits der allgemeinen Reiseführer erschließen. Einen Reiseroutenvorschlag gibt’s von „SHAREaCAMPER“ gleich mit dazu. Auch für alle Kurzentschlossenen, die ohne großen Vorlauf bei den großen Vermietern mal mit ’nem Camper los wollen oder auf der Suche nach dem perfekten Grundriss sind, können hier Fahrzeuge anmieten, die kein großer Vermieter im Programm hat. Vom kleinen VW Bulli bis zum großen Vollintegrierten ist alles dabei.


Die Weltprobierer

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Eine nette Idee haben die „Weltprobierer“. Für alle, die mal was anderes verschenken wollen, zurzeit nicht reisen können oder in Erinnerung an vergangene oder in Erwartung kommender Reisen schwelgen und dazu noch gerne essen, versenden sie Pakete mit kulinarischem, landestypischem Inhalt samt Kochrezept und kulturellen Tipps im Weltprobierer-Magazin, sowie musikalischer und literarischer Beilage.

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So hat man zum Beispiel mal Indien, China oder Irland bei sich am heimischen Esstisch zu Gast und schickt den Gaumen auf Reisen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Themenabend daheim? Erst wird sich mit gemeinsamem Kochen und Essen auf das Land eingestimmt und anschließend gibt’s z.B. eine Doku über Reiserouten oder einen landestypischen Spielfilm. Oder wie wäre es mit einem Abschiedsessen für jemanden, der sich gerade aufmacht, dieses Land zu bereisen? Buchbar ist die Einzelbox, das Flexi-Abo oder ein Halbjahresabo.


Stadtschwärmer Leipzig

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Sehr inspiriert haben uns die Mädels von „Stadtschwärmer Leipzig„! Vier junge Leipzigerinnen haben sich daran gemacht, ihre Stadt aus dem Insider-Blickwinkel zu präsentieren und geben  zu jedem Quartier ihrer Stadt Tips aus den Bereichen Shopping, Kulinarisches, Kunst & Kultur, Natur, Wellness und Übernachten, die einem kein Standard-Reiseführer zu bieten vermag. 1 Jahr Arbeit steckt in dem Herzens-Projekt und macht richtig Lust, Leipzig zu erobern. Schaut doch mal rein.

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Für die Übernachtung werden spannende Alternativen zu üblichen Hotels und Unterkünften verraten. Mit diesem liebevoll ausgearbeiteten Stadtführer hält man ein Kleinod in den Händen, das nicht nur Kennern von Leipzig manch neuen Blickwinkel auf ihre Stadt eröffnen mag, sondern auch jeden Neueinsteiger auf charmante Art zum Eintauchen in Leipzigs Herz einlädt! Alle Kooperationspartner wurden sorgfältig ausgewählt und stehen mit Leib und Seele hinter ihrer Vision. Eine Liebeserklärung an eine Stadt auf rund 300 Seiten. Wir finden, eine fantastische Gelegenheit, eine Stadt wie einen Freund kennenzulernen! Ein heißer Tipp für alle Camper mit Saisonkennzeichen: Schnappt euch für das Winterhalbjahr diesen tollen Stadtführer und werdet ein Leipzig-Fan. Kommt dann im Sommer noch mal mit dem Camper wieder und genießt die Tage in der Sommerfrische der Leipziger Seen.


Unser Fazit zur TC Leipzig

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Die TC ist mit drei von fünf belegten Hallen des Messegeländes natürlich wesentlich übersichtlicher, als der riesige Caravan-Salon in Düsseldorf. Das ist unserer Meinung nach jedoch nicht unbedingt ein Nachteil und die „kleine Schwester“ braucht sich nicht zu verstecken. Alles ist kompetent organisiert und arrangiert. Das Messegelände und die Hallen, insbesondere die Glashalle, sind modern ausgestattet und bieten Ausstellern und Gästen einen perfekten Rahmen.

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Gerade als Campinginteressierter hat man durch die Kombination mit anderen Touristikthemen, wie z.B. Kreuzfahrten, Wellnessreisen, Abenteuerreisen/ Fernreisen und regionalen Anbietern aus Ostdeutschland zeitweise den Vorteil, dass sich die Besucher recht gut verteilen. Denn der passionierte Kreuzfahrer macht sich nicht unbedingt auf, in all die ausgestellten Campingfahrzeuge hineinzukrabbeln und umgekehrt. Zumindest empfinden wir den Besucherandrang im Vergleich zu den Messekampftagen beim Caravansalon als relativ entspannt und gut verteilt.

Unser Focus liegt dieses mal ausdrücklich nicht bei den ausgestellten Campingfahrzeugen. Die schiere Masse aus Düsseldorf hängt uns irgendwie nach und bei dem derzeit noch anhaltenden Fahrzeugboom am Markt, unterscheiden sich viele Fahrzeuge in ihrem Segment am Ende nur noch in  kleinen Details, die der geneigte Kunde ohnehin ganz nach seinen eigenen Vorlieben auswählen muss. Insgesamt kochen alle mit Wasser und erfinden das Rad nicht neu. Von den großen spannenden Expeditionsfahrzeugen und teuren Linern halten wir uns ebenfalls bewusst fern, Begehrlichkeiten dieser Art passen gerade nicht in den aktuellen Lebensabschnitt. 😉

Unser Fazit: Leipzig und die TC sind einen Besuch wert. Wir kommen gerne wieder und hoffen auch auf weitere Messe-Bloggertreffen. Der lockere Rahmen gefällt uns und ist ganz im Sinne der Internet-Community. Jana und Daniel, ihr macht eure Sache sehr gut, vielen Dank!

Unbedingt kommen wir noch mal nach Leipzig, um selber auch zum „Stadtschwärmer“ zu werden. Bis bald!!


Weiterführende Links


Diashow in höherer Auflösung mit vielen zusätzlichen Fotos

5 Replies to “UMIWO auf der Touristik & Caravaning Messe Leipzig 2016”

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  3. Björn

    Vielen Dank für diesen wirklich schönen Messeeinblick. Besonders gut hat mir gefallen, dass ihr dem „Drumherum“ einen guten Focus gewidmet habt. So etwas geht auf einer von Wohnwagen und Wohnmobilen dominierten Messe doch meistens unter. Allein durch die Masse. Für diesen alternativen wie lesenswerten Bericht von mir daher gerne „2 erhobene Daumen“!
    Danke!
    Gruß
    Björn

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