Markise am Wohnmobil – notwendig oder überflüssig?

Das Thema Markise am Campingfahrzeug beschäftigt uns schon, seitdem wir UMIWO sind.

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Knaus Südwind 480 im Sep 2006 auf einem CP irgendwo in Holland

Bei unserem ersten gebrauchten Wohnwagen  und Wohnmobil war dieses „Accessoire“ bereits dabei, daher gab es für uns in dieser Hinsicht keine Entscheidung zu treffen.

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Hymer Exsis Rügen Mai 2010

Eine hakelige Mechanik und von Vorbesitzern geerbte Stockflecken waren dabei ein stetes Ärgernis.

Pro Saison haben wir die Markise höchstens 3 mal ausgefahren.

Bei den letzten zwei Neu-Fahrzeugen haben wir uns bewusst GEGEN die Anschaffung einer Markise entschieden. Die Relation aus Nutzen, Häufigkeit, Kosten und Gewicht hat uns bisher nicht überzeugt.

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Hymer Exsis Usedom Heringsdorf Mai 2010

Bei Regen sitzen wir problemlos im Bus, auch mit ausgestellten Seitenfenstern. Wir neigen nicht zum „Burgenbauen“ mit anderen Fahrzeugen und kein nasser Hund muss vorm Bus im Trockenen sitzen.

Einzig bei Sonne könnte sie bei uns einen Zweck erfüllen. Steigen die Temperaturen ins hochsommerliche, sind wir ohnehin abgeneigt, im Wohnmobil herumzus(chw)itzen. Eine Klimaanlage verwenden wir nicht. Und eine Markise vermag große Hitze auch nicht wirklich zu mildern.

Also verwenden wir unsere Energie darauf, den Bus im Halbschatten abzustellen

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oder so zu positionieren, dass wir im Schatten des Busses sitzen können.

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Alternativ haben wir auch schon Sonnenschirme an den Campingstühlen befestigt, was allerdings wenig standfest ist und hin und wieder auch schon abenteuerliche Situationen hervorbrachte 🙂268527_773551286043039_9002515082946950807_n

Letztlich würde es doch ausreichen, eine mobile, leichte Sonnenschutzeinrichtung für die Stühle zu haben. So eine Mischung aus Wurfzelt und Strandmuschel. Leicht im Gewicht, am Stuhl zu befestigen und verschieden einzustellen. So wie bei manchen Kinderwagen, wo man das Sonnendach vor- und zurückschieben kann, je nachdem, wieviel Fläche beschattet werden soll. Es wäre fahrzeugunabhängig und man könnte es auch zusammen mit den Stühlen super zum Strand mitnehmen. Warum hat das bisher noch keiner erfunden? Oder gibt`s das vielleicht schon und wir haben es bisher im Internet nur nicht finden können?

Wir haben die Vor- und Nachteile einer Markise aus unserer ganz persönlichen Sicht mal aufgeführt:

+ Schutz vor UV Strahlung / Sonnenbrand
+ Regenschutz
+ Windschutz durch Zubehörteile

– Kosten
– Gewicht
– Beschädigungsgefahr bei plötzlichen Windböen
– Ausreichend Platz zum vollständigen Ausfahren muss vorhanden sein
– Bei nassem Markisenstoff muss Trocknung gewährleistet sein (Schimmelbildung)
– Unterbringung der Kurbelstange
– Hitzestrahlung durch den Markisenstoff
– Immer weicher Boden für Erdnägel notwendig (außer Befestigungspunkte am Fahrzeug)
– Unscheinbare Kastenwagen erhalten sofort „Campingfahrzeugcharakter“

Wie ist Eure Meinung? Habt Ihr eine innovative Selbstbaulösung, die Ihr mit uns und anderen teilen wollt?

Über Volker

Hi, ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO.Ich bin als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Ich verbinde meine Internetaffinität mit meiner Leidenschaft, zusammen mit meiner Ehefrau mit dem Wohnmobil in Europa zu reisen. Da uns diese Reisen sehr inspirieren, möchte ich die Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele.Mit über 500 Artikeln und über 2.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

14 Replies to “Markise am Wohnmobil – notwendig oder überflüssig?”

  1. Eugen

    Leichte und preiswerte Alternative ist ein Sonnendach, welches in eine aufgeklebte Kederleiste gezogen wird. Vorteil: Leicht, preiswert, nimmt kaum Stauraum weg. Nachteil: Sollte trochen eingepackt werden, teilweises Aufstellen schwierig (aber nicht unmöglich. Wir haben so ein Teil dabei und können das bei Bedarf auch zur Beschattung der Fahrerseite benutzen.
    Gruß
    Eugen

  2. Stephan Günther

    4mx2,70m auf WoWa Dach, 42kg, witterungsfest, beidseitig „gummiert“, kann auch mal ne Woche nass eingerollt bleiben, bei Regen top, bei ü30 Grad darunter zu warm, dann lieber hinter den WoWa 😉 Haben eine Regen Seitenwand und Sonnenschutz für vorn. Im Herbst nehmen wir unser Verona vom großen O mit. Keder ist bei uns durch die Dachmontage frei.

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Ja Stephan, bei unserem WoWa von 2006 bis 2009 hatten wir sogar einen Safari-Room. Ist für stationären Campingplatzaufenthalt mit viel Equipment und Personen schon klasse. Besonders, wenn das Wetter mal umschlägt. Danke für Deinen Beitrag. VG Volker

  3. Wolfgang Krey

    Ich habe eine Markise über 20 Jahre lang an meinem VW T3 mit Hochdach ( Fa. Reimo) benutzt.
    Die Kurbelstange habe ich auf die für den T3 notwendige Länge gekürzt und sie passte dann hinter den Fahrersitz.
    Bei Regenwetter habe ich sie nur ca 80 cm ohne Stütze ausgefahren—> Wir, d.h. 2 Erwachsene und 2 Kinder, konnten dann in Ruhe durch die Schiebetüre aus- und einsteigen.
    Bei Sonnenschein und ( fast) Windstille diente sie als Sonnenschutz ohne Zusatzsicherung durch Erdnägel und durch Anbringen von Zusatzleinen zum trocknen von Handtüchern, Badesachen oder sonstiger Wäsche.
    Wenn ich meine eine Markise auch bei „stürmischem“ Wetter benutzen zu müssen würde ich sie, wenn die Erdnägel nicht ausreichen mit einem stabilen Spanngurt zusätzlich gegen hochdrücken sichern.
    Man kann eine Markise auch bei festem Boden sichern—>z.B durch mit Steinen oder Sand gefüllten Jutetaschen oder ……
    Mein nächstes Wohnmobil wird nach meinen Erfahrungen kein umgebauter Kastenwagen mehr sein und eine Markise haben.

      • Wolfgang Krey

        Sorry,
        hatte noch etwas vergessen!
        Im Moment sind wir ja mit einem Autodachzelt unterwegs und jetzt benutzen wir einen Sonnenschirm mit „Erdspieß“.
        Bei Kanutouren haben wir am Abend auch schon mal eine Plane zwischen die Bäume gespannt—–> Es kommt eigendlich immer auf die Gegebenheiten und die eigene Kreativität an.
        Eine Markise am WOMO ist für mich einfach eine bequeme Lösung, da ich an einem Ort selten mehr als eine Nacht stehe.

  4. Henry Trefz

    In der Negativliste hatte ich bisher viele Argumente noch garnicht, Preis, Gewicht, Luftwiderstand und Campiererkennbarkeit reichten für mich schon aus. Und ja, gerade bei Kastenwägen kann man ja wirklich viele Teile der Fahrzeughaut durchzugshalber beiseite schieben.

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