Work and Travel Tour über Ostern 2024 im Norden Teil 3

Es ist Karfreitag und wir ziehen los Richtung Dänemark. Leider sind die Wetteraussichten ziemlich bescheiden. Egal, welche Region wir auch checken, überall müssen wir mit Regenschauern rechnen. Doch wir freuen uns über die kommenden freien Tagen, da wir in der K-Woche eine Menge im Bus arbeiten mussten.

Doch bevor wir wieder losfahren, absolvieren wir noch eine schöne und letzte Wanderung im liebgewonnenen Landesberger Forst, den wir allen Naturliebhaber und Hundehaltern nur ans Herz legen können. Auch heute gibt es wieder einiges zu bestaunen. Neben riesigen Abholzgerät und haufenweise Baumstämmen vergnügt sich heute unser Ernie endlich einmal mit einem gleichgroßes aber noch frecheren Rüden. Es war sehr lustig mit anzusehen, wie sich die beiden kleinen Flitzer über den Platz tollten. Nach dieser Bewegungseinheit und einer kurzen Kaffeepausen starten wir nun endlich nach Dänemark, jedoch ohne vorher noch an der ►The Curry Box in Harrislee vorbeizufahren, um noch die super leckere Box zu essen. Leider ist aufgrund des Karfreitags der Imbiss geschlossen. So fahren wir hungrig über die Grenze und machen etwas Strecke auf der Autobahn.

Viel gibt es zur Fahrt nicht zu erwähnen, aber die Zufahrt zu unserem nächsten Übernachtungsplatz deutete schon an, dass sich Dänemark auch mal fast so  wie Klein-Norwegen präsentieren kann. Es wurde immer hügeliger und wir fahren an viele kleinen und größeren Gewässern entlang. Unser heutiges Ziel soll ein Campingplatz am Julsø werden. Dieser See gehört zu den drei Himmelbjerg-Seen bei Silkeborg, zu denen auch Borre Sø und Brassø gehören. Der Julsø ist der größte von ihnen und befindet sich an einer schöne Hanglage direkt über dem Gewässer. Schon alleine die Zufahrt ist für dänische Verhältnisse recht steil. 

Der „Terrassen Camping“ liegt oberhalb des Ortsteils Laven, welcher sich zwischen den Orten Ry und Silkeborg befindet. Sogar eine regionale Eisenbahn fährt regelmäßig unten am Seeufer.

Als wir im Check-In-Bereich halten, waren wir gar nicht informiert, welche Tarife hier gelten. Lediglich die Angabe „Super Seeblick“ aus der Stellplatz App hat uns dazu motiviert, hierher zu fahren. So gehe ich zur Anmeldung und spreche (auf Englisch) mit der nette Damen, mache meine Angaben und bitte darum, einen Platz mit Seeblick zu bekommen. Die Zahlung per Kreditkarte ist schnell erledigt und so bin ich keine 5 Minuten später wieder bei Claudia am Campingbus, die ich frage: Sag mal, wieviel Euro sind eigentlich 444 DKK? Sie reißt die Augen auf, befragt kurz ihr Smartphone und antwortet: 59,61 €! Bähm….! 

Und so hatten wir es schwarz auf weiß, dass wir den bisher für uns teuersten Campingplatz für eine Nacht gebucht haben. Dies soll nun nicht bedeuten, als dass wir geizig wären. Aber als überzeugte Freisteher (da wo es „noch“ erlaubt ist) kennen wir uns gerade mit der Tarifstruktur von Campingplätzen so gar nicht aus. Zumal auch hier sicherlich der übliche Inflationsaufschlag so einiges dazu beigetragen hat. Doch zu mindestens errechnet sich dieser Betrag sogar aus einem Nachlass von 100 DKK. Das ist doch was! 🤣 Auf jeden Fall sind aber damit alle zusätzlichen Kosten abgedeckt. Wir hängen uns also an den Strom, haben diese schöne Aussicht (auch wenn das Wetter am heutige späten Nachmittag nicht so recht mitspielen will) und unternehmen den obligatorischen Rundgang über den Platz.

Also der Seeblick ist ja schon mal wirklich nicht schlecht, auch wenn die Wohnwagen mit ihren tristen Vorzelten für uns etwas das Ambiente stören. Selbst Ernie findet es gruselig, wenn sich die Menschen als Schattenfiguren in ihren Vorzelten bewegen. Immerhin sind die verschiedenen Ausblicke auf den See zu allen Tageszeiten immer wieder schön.

Wir wandern am Abend noch bis hinunter an den See und stellen uns vor, wie schön es hier am Steg im Sommer sein muss.

Am nächsten Morgen machen wir uns bei immerhin trockenem Wetter vom Acker und besuchen im sogenannten dänischen „Lake District“ noch den Brassø See.

 

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