Herbst-Workation im Odenwald & der Pfalz Teil 3 – Von Bad König nach Erbach und weiter an den Main

 

Sportlicher Morgen und Pancake-Genuss in Bad König

Trotz des Umgebungslärms haben wir in Bad König erstaunlich gut geschlafen. Zwar brausten schon gegen 5:00 Uhr morgens die ersten Personenzüge auf dem Bahndamm vorbei, aber der Straßenverkehr hielt sich um diese Zeit glücklicherweise noch etwas in Grenzen.

Praktisch aber leider laut

Vor dem Frühstück nutzte ich die Gelegenheit für eine Trainingseinheit und ging ins nur 400 Meter entfernte Fitness Studio. Nach einer Stunde ausgiebigem Workout ging es zurück zum Wohnmobil, wo Claudia wieder einmal ihre köstlichen Pancakes gezaubert hatte – genau der richtige Start in den Tag!

Heute ließen wir es ganz entspannt angehen. Nach dem Frühstück spazierten wir gemeinsam durch den Kurpark. Claudia war dort zwar schon gestern mit Ernie unterwegs gewesen, als ich auf meiner Fahrradtour mit dem defekten eBike schwitzte, aber heute schauten wir uns die einzelnen Steinskulpturen noch einmal in Ruhe gemeinsam an.

Lichtkunst und Entenrunde im Kurpark

Im Park herrschte bereits reges Treiben: Zahlreiche Handwerker waren emsig damit beschäftigt, die Lichtinstallationen für das bevorstehende Event „Christmas Lights“ aufzubauen (welches dieses Jahr vom 13. November 2026 bis zum 10. Januar 2027 stattfindet). Wir konnten schon einige lustige und kreative Installationen bestaunen – wie die im Park verteilten Diskokugeln oder eine riesige Farbpalette am See. Der Kurpark eignet sich hervorragend für ausgiebige Runden mit dem Hund, sodass wir bei schönem Tempo einige Kilometer zurücklegten, bevor es zurück zum Globebus ging.

Wohnmobil-Pflege und Begegnung mit Schmunzeleffekt

Ein wichtiger Grund für unseren Halt in Bad König war die gute Infrastruktur: Vor der Weiterfahrt erledigten wir gründlich die Ver- und Entsorgung, machten den Frischwassertank voll und ließen das Grauwasser ab. Auch eine kleine Putzaktion im Wohnmobil stand auf dem Programm – alle ein bis zwei Tage muss das einfach sein, um sich wohlzufühlen. Dafür nutzen wir übrigens regelmäßig unseren handlichen Lautux-Handstaubsauger, der sich unterwegs bestens bewährt hat.

Frisch geputzt und versorgt machten wir uns schließlich auf den Weg nach Erbach. Allerdings verlief die Anreise nicht ganz ohne Hindernisse: Eigentlich wollten wir ganz bequem über die B45 fahren, doch die Bundesstraße war heute samt Ortsdurchfahrt komplett gesperrt. Auf der Suche nach einer Ausweichroute kam uns plötzlich ein Busfahrer entgegen. Er kurbelte sein Fenster runter, winkte uns schon von Weitem zu und fragte mit charmantem hessischen Dialekt, wo wir denn hinwollten.

Auf meine Antwort „Nach Erbach!“ winkte er schmunzelnd ab: „Nee, nee, da kommt ihr net durch!“

Als ich verwundert einwandte: „Aber gestern kamen wir hier doch noch lang?!“, erwiderte er schlagfertig: „Ja ja, gestern ist gestern und heute ist heute!“

Ein herrlicher Moment, bei dem wir alle herzlich lachen mussten!

Zwischenstopp in Erbach: Geschichte und Altstadtflair an der Mümling

Wir erreichten schließlich wieder den Wohnmobilstellplatz in Erbach. Hier legten wir erst einmal eine ausgiebige Mittagspause ein. Claudia zauberte schnell eine leckere warme Mahlzeit im Globebus, bei der wir uns für den bevorstehenden Ausflug stärkten.

Der Stellplatz in Erbach ist – wie schon angedeutet – recht laut und diente uns heute rein als praktischer Ausgangspunkt für unseren Besuch im Schloss Erbach. Glücklicherweise meinte es das Wetter gut mit uns: Die Sonne kam heraus und schenkte uns ein paar herrliche, milde Stunden! Zwar legte der Wind schon spürbar zu, aber bei trockenem Wetter macht das Spazieren gleich doppelt Spaß.

Vom Stellplatz aus wanderten wir rund 800 Meter auf einem idyllischen Spazierweg an der Mümling entlang direkt in den historischen Altstadtbereich von Erbach.

Das imposante Schloss Erbach ist das Herzstück des Ortes.

Seine Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück, als hier eine Wasserburg der Schenken von Erbach stand. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich daraus eine beeindruckende Residenz, deren Fassade heute eine reizvolle Mischung aus Barock und Neugotik zeigt. Bekannt ist das Schloss vor allem für die berühmten Sammlungen des Grafen Franz I., der hier unter anderem Antiken, historische Waffen und wertvolle Elfenbeinschnitzereien zusammentrug – Erbach gilt schließlich bis heute als die deutsche Elfenbeinstadt!

Direkt an das Schloss schließt sich der malerische Marktplatz an. Auch hier fließt die Mümling entlang und verleiht dem Ensemble eine ganz besondere Atmosphäre. Umrahmt von hübschen Fachwerkhäusern gibt es hier gemütliche Lokale und Cafés. Bei warmem, trockenem Sommerwetter muss es einfach herrlich sein, hier draußen zu sitzen, einen Kaffee zu trinken oder ein Eis zu genießen.

Nachdem wir das Schloss einmal komplett umrundet hatten, machten wir uns auf dem gleichen Weg an der Mümling entlang zurück zum Wohnmobil. Dort angekommen, setzten wir unsere Fahrt fort: Wir entschieden uns, zwar im Odenwald zu bleiben, aber nun vom hessischen in den bayerischen Teil überzuwechseln!

Kurvenreiche Etappe nach Bayern: Glückstreffer in Miltenberg

Die Fahrt führte uns über die Bundesstraße 47 – und die hatte es in sich! Mit imposanten Serpentinen und Streckenabschnitten mit etwa 6 bis 7 % Gefälle ging es kurvenreich bergab. Das war wirklich spannend zu fahren!

Kurz vor dem Ziel meinte unser Navi allerdings wieder, ein wenig spinnen zu müssen, und schickte uns auf Abwege – vermutlich war der Stellplatz in der Park4Night-App falsch markiert. Doch wir konnten die Route noch rechtzeitig korrigieren und landeten schließlich glücklich direkt am Main in Miltenberg.

Hier wartete ein echter Glückstreffer auf uns: Wir ergatterten auf dem wunderschönen und kostenlosen Wohnmobilstellplatz an der Steingaesser Str. direkt am Flussufer die allerletzte freie Parzelle! Zwar stehen wir hier recht knapp, aber die Lage ist einfach fantastisch.

Während draußen aktuell immer mal wieder ein kleiner Regenschauer durchzieht, haben wir es uns drinnen bei Kaffee und ein paar Süßigkeiten richtig gemütlich gemacht und genießen nun ganz entspannt den Abend am Main.

 

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