tested by UMIWO: Der neue Westfalia Columbus 600D Modelljahr 2017

Wie zuvor berichtet, haben wir am vergangenen Wochenende das Westfalia Werk in Rheda-Wiedenbrück besichtigt und sind in den Genuß gekommen, einige Fahrzeuge des neuen Modelljahres 2017 zu besichtigen. Sie werden der breiten Öffentlichkeit auf dem diesjährigen Caravan Salon in Düsseldorf live und in Farbe präsentiert. Da wir seit gut 2 Jahren begeisterte und zufriedene Fahrer des Columbus 600D sind, haben wir unseren Fokus in der zur Verfügung stehenden Zeit ausschließlich auf dieses Modell konzentriert. Wir berichten nachfolgend im Detail über Änderungen gegenüber der Vorgängerversion, soweit sie uns aufgefallen oder von Westfalia aufgezeigt wurden.

Den Columbus, das „Flaggschiff“ im Portfolio von Westfalia, gibt es aktuell als 600D/601D sowie als 640/641E im Angebot. Die Zahlen stehen hier für die Länge (in Zentimetern). Das „D“ für Doppelbett und das „E“ für Einzelbetten. Die angehängte „1“ bezeichnet die wählbare sogenannte „Gourmetküche“. Hier wird der Kühlschrank in bequemer Oberkörper-Höhe ganz rechts auf die Küchenzeile gesetzt, gegenüber der Nasszelle. Bei der „0“er Version bleibt dieser Bereich frei und ermöglicht durch die große Arbeitsfläche das Vorbereiten von Speisen oder dient des Nachts als praktische Abstellfläche für Brillen, Bücher oder Getränke direkt neben dem Bett. Die Lebensmittel werden bei diesen Modellen in der effizienten, aber kleineren, auch außen gut erreichbaren Kühlbox gelagert.

Wir berichten nachfolgend im Einzelnen über die Änderungen beim Columbus 600D mit umfangreichen Bildern.


Karosserie und Aufbau

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Schon beim ersten Blick auf das Äußere fällt auf: Die Seitenwände des Wagens wirken viel „glatter“! Das liegt an den neu entwickelten Seitz S7 Fenstern, die sich fast nahtlos in die Karosseriehaut einfügen. Wir finden, das sieht richtig klasse aus! Weiterhin zu entdecken gibt es eine zweite Außenklappe. Neben der üblichen Klappe zur Toilettenkassette führt die vordere Klappe zum Staubereich unter der Sitzbank der Halbdinette und erlaubt den schnellen Zugriff von außen auf zum Beispiel Kabeltrommel, Keile oder Schlauch. Allerdings handelt es sich hier um eine Prototyp-Version, deren tatsächliche Umsetzung bisher nicht gesichert ist. Hier bleibt das Ergebnis bis zum Caravan-Salon spannend.

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Als Nachteil der flachen Fenster entfällt zukünftig wahrscheinlich die Möglichkeit der sogenannten „Van-Optik“ (=schwarze spiegelnde Glasflächen rund umlaufend um das Fahrzeug und den Fenstern, siehe Bild unten). Es wird dann nur noch auf die standardmäßig vorgesehene schwarze Folierung zurückgegriffen (s. o.). Schade, da durch dieses aufpreispflichtige Style-Element der Übergang zwischen den spiegelnden Fenstern und der Glasfläche kaum mehr auszumachen ist und der Eindruck eines „Vans“ verstärkt wird. Wir haben bei Westfalia um Prüfung gebeten. Infos hierzu folgen nach Antwort.

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Auch der aufgrund der S7 Seitenfenster neu gestaltete Insektenschutz und die Verdunkelung bedürfen nun im Gegensatz zu den vorherigen S5 Fenstern keine zwei Hände mehr, um sie sicher zu bedienen. Hier wird vom, durch eine Rückholfeder gespannten, „Rollo-Prinzip“ auf ein leichtläufiges „Zieharmonika-Prinzip“ umgeschwenkt. Beide Elemente können für sich alleine in jeder Position verharren und werden durch eine Magnetschiene ohne Mühe miteinander verbunden. Das mitunter mühsame Gehakel der Verbindungsgriffe des S5 entfällt.

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Bildquelle: http://www.dometic.de

Dadurch wird die Bedienung sprichwörtlich „kinderleicht“. Klasse!

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Beim Insektenschutz für den Schiebetürbereich wird jetzt das Modell eines neuen Zulieferers verbaut, welches in der Handhabung eine extrem leichtgängige Mechanik aufweist und mit nur einer Hand bedient werden kann.

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Wir persönlich bedauern, dass seit der letzten Modellgeneration die Windrose auf der vorderen Dachfläche oberhalb der Windschutzscheibe einem schlichten Namenszug gewichen ist. Hintergrund für diese Entscheidung ist wohl, dass inzwischen auch einige andere Wohnmobilhersteller auf die Verwendung einer Windrose als Deko-Merkmal setzen, da sie nun mal nicht markengeschützt werden kann. Für uns ist sie jedoch inzwischen so stark mit Westfalia verwachsen, das wir glauben, dass sie zusammen mit dem Schriftzug eben doch unverwechselbar ist und es sich lohnen würde, dieses lieb gewonnene Detail beizubehalten. Immerhin verschwindet sie nicht ganz und bleibt weiterhin im Wohnraum auf der Lichtsäule am Nassezellen-Element sowie auf den hinteren Flanken der 600er Modelle erhalten.


Die Heckgarage

Auch die störende Innenraumleuchte über der Hecktür ist verschwunden. Bei der Wahl eines großes Dachfensters über dem Bett stößt die Fenster-Kurbel bisher beim Bedienen immer gegen die Leuchte.

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Sie findet sich nun unten links in der Heckgarage wieder und verrichtet hier ihre Aufgabe als Kofferraumleuchte. Inwieweit sie hier bei gut gefüllten Stauraum einen Nutzen bringt, entscheidet sich je nach eingestelltem Staumaterial. Vielleicht sollte die Werkzeugtasche künftig auf jeden Fall links ein Stamm-Plätzchen finden.

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Der Heizungs-Konvektor wurde auf die linke Seitenwand umgesetzt und befindet sich nicht mehr an der Stirnseite des linken Unterschrankes. Der Sicherungskasten wurde von der Beifahrerseite auf die Fahrerseite getauscht, der FI-Schalter umbaut und die Bordelektronik unter den Fahrersitz verbannt.

Im Bereich der Heck-Garage sind ebenfalls die beiden Aufbaubatterien aus dem rechten Unterschrank verschwunden und in die Konsole vom Beifahrersitz gewandert.

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Der Wassertank sitzt nun im rechten Unterschrank in der Heckgarage (Beifahrerseite) anstelle der 2,7 kg Campingaz-Flasche.

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Die ehemalige 2,7 kg Campingaz-Flasche ist Geschichte und wird durch eine 5 kg Standard-Gasflasche ersetzt, die sich nun am früheren Standort des Wassertanks im linken Unterschrank der Heckgarage befindet (Fahrerseite, siehe Bild unten). Eine volle und recht teure 2,7 kg Tauschflasche (ca. 30 Euro) ist nicht immer leicht zu beschaffen, im Gegensatz zur Standard-5kg-Flasche.Wer so wie wir häufig im Campingbus den Herd anschmeißt kommt mit der 2,7er Flasche nicht übers Jahr und kann sich nun über den größeren Vorrat freuen. Im Hintergrund ist die Revisionsöffnung für den Ausgleichsbehälter der Warmwasserheizung zu sehen.

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Durch die Veränderung bei Wassertank, Gasflasche und Batterien sind die Unterschränke um ca. 10 cm in der Tiefe geschrumpft, die Stauklappen links und rechts sind verschwunden und wurden durch zwei Regalfächer, die ausschließlich von der Garage aus bedient werden können ersetzt. So wurde mehr Platz in der Garage geschaffen, was den  Transport von zwei normal großen Fahrrädern deutlich erleichtern dürfte. Ein Anschluss für eine Außendusche ist für den Bereich (D-Säule) hinter den Außenleuchten geplant. Die Radkästen wurden deutlich besser isoliert so dass keine Klappergeräusche und Kondenswasser entstehen können.

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Im Vergleich zu unserem Modell 2014 sieht man deutlich den Platzgewinn. Die Entriegelung für das Wassersystem ist im neuen Modell zugänglicher (grüner Nippel mit Bogen im rechten Schrank).

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Da es für uns derzeit nicht auf den Transport großer Fahrräder ankommt, würden wir aktuell die entfallenen Staufächer in dern Garagenschränken deutlich vermissen.


Wohnraum

Beim ersten Blick in den Wagen ganz klar zu sehen: Der Columbus wirkt im Möbelbau deutlich dunkler.

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Nicht nur die holzfarbenen Bauteile sind mehr geworden, auch die Holzfarbe geht vom warmen Mittelbraun ins kühlere Dunkelbraun mit Schwarzanteil. Die Seitenwände der Nasszelle sind außen beidseitig mit dunklem Holzdekor verkleidet. Die beiden Schrankreihen auf der Fahrerseite sind etwas gekürzt. In der Dinette dient dies als Vorbereitung für die häufig nachgefragte TV Lösung.

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Im Bereich des Bettes wird so eine Hängemöglichkeit für Kleiderbügel geschaffen. Die Schränke sind so zu Lasten gut zugänglichen Stauraumes jeweils um einige Zentimeter in der Breite geschrumpft. Schade, dass die Schranklinien dadurch zerklüftet wirken. Hier wäre eine Wahlmöglichkeit des Kunden von Vorteil.


Die Dinette

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In der Dinette und den Fahrer/Beifahrersitzen finden sich nun anstelle der grauen Sitzflankenein beigefarbener Ton, der mit dem Farbton der Wandverkleidung übereinstimmt. Sieht als Ausgleich zum dunklen Holzton sicherlich schön und hell aus, aber die Empfindlichkeit gegenüber Schmutz steigt dadurch enorm. Gerade für Hundebesitzer steigt so der Zwang zum Schonbezug. Die Sitzbank wird weiterhin im Werk gebaut. Der hier noch vorhandene Entgriegelungsgriff neben der Kopfstütze entfällt und erhält ein Zugband im Lendenbereich der Sitzbank. Die Konstruktion wird aber weiterhin in „L“-Form in Richtung Fahrersitz gekippt. Die Abnutzung am Entriegelungsgriff und dem umliegenden Stoff ist damit passé. Auch bleibt weiterhin die Variante der schmalen Sitzbank im Angebot. Bei dem weißen Hochglanztisch haben wir nur den Kopf geschüttelt! Hier wird man jeden Kratzer jeden Fleck etc. sehen. Eine Tischdecke bzw. Platzdeckchen sind da Pflicht. Wenn wir das Ansinnen eines hellen Tisches als Ausgleich zum dunklen Holz auch verstehen – ein weißer Hochglanztisch im Wohnmobil ist wie ein Wohnmobil 365 Tage auf dem Campingplatz: überflüssig! Aufbewahrt wird er weiterhin oberhalb des Fahrerhauses.  Übrigens, seit der Einführung der Fliegengittertür lässt sich der Tisch auch nicht mehr außen an den Küchenblock einhängen. Da ist die Mitnahme eines weiteren Tisches unausweichlich.


Licht und Strom

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Die 12/220V-Steckdosenleiste in der Dinette ist nun von der Unterseite des Oberschrankes nach unten in die Wandverkleidung gewandert und hat zusätzlich einen USB Anschluss bekommen. „Hängende Kabel“ und herausrutschende 12 Volt Stecker sind damit passé. Etwas weiter oben angebracht, wäre es für die Bedienung noch komfortabler.

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Auch in der Küche prangen nun zwei weitere Schalter. Komischerweise fehlt hier leider die 12 Volt Steckdose. Statt dessen findet sich wieder ein USB Anschluss.

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Die Steuerung für die Bordelektronik ist nun oberhalb der Schiebetür zu finden. Wir finden sie am Küchenblock in Griffweite vom Bett aus praktischer. Gerade wenn mal die Heizung geregelt werden muss. Eine Bluetooth Steuerung via App, wie bei Truma, wurde nicht erwähnt. Mittig die Regelung der Fussbodenheizung und daneben der aufgemotzte Boliden-Schalter bedient die Heizung für den unterhalb und außen angebrachen Grauwassertank. Der leuchtet im frostigen Winter als Nachtlicht im schönen Gelb. 🙂 Ganz rechts dann eine aufgeklebte Folie für das Dimmen der Wohnraumbeleuchtung. Immerhin ist sie jetzt da, aber chic und praktisch geht noch ein bisschen anders.

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Nach Angaben von Westfalia sind die Leuchten jetzt dimmbar. Wir konnten aber keine Bedieneinheit hierzu ausmachen. Die sich gegenüber liegenden Spots über dem Bett sind nun getrennt schaltbar.

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Zur Standardausstattung gehört jetzt eine Leuchte mit Schwanenhals am Cockpithimmel. Der schlecht beleuchtete Bereich auf dem Beifahrersitz in Wohnraumstellung kann nun erhellt werden.


Schlafbereich und Schränke

Die Velourbespannung am Kopf- und Fußende des Bettes ist nun ebenfalls beige statt grau und passt sich dem Ton der Hecktürverkleidung an.

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Wie man hier recht gut sehen kann bekommen die Oberschränke einen neuen Verschluss. Wir haben den integrierten Griff ausprobiert und fanden ihn im Vergleich zum alten Plastik-Schloss einfacher zu bedienen.

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Er wirkt zwar nicht mehr so eben und filigran, aber die Funktion ist deutlich einfacher und sicherer geworden. Außerdem hinterlässt man nun keine Grabscher mehr im Umkreis der Schlösser.

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Auch die Schubladen in der Küchenzeile erhalten nun ein Schloss was nach dem Drücken den Knebel zum Aufziehen freigibt. Sie sehen auf jeden Fall chic aus.

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Wer, so wie wir, eine luftige und freie Blick-Achse vom Bett nach vorne mag, wird etwas verwirrt über den neu eingebauten Schrank zwischen Oberschrank und Küchenplatte sein. Er wird einfach direkt vor das in die Wandverkleidung integrierte Regal „geflanscht“, besteht aus den beiden Seitenteilen und der Tür und hat nach unserer Erinnerung auch keinen Einlegeboden. Dadurch fällt die Arbeitsfläche extrem klein aus. Eine gelungene Nutzung können wir uns nur schwer vorstellen. Auch wenn man auf Stauraum angewiesen ist, bringt er unserer Ansicht nach mehr Nachteile als Vorteile. Er ist zum Glück kostenfrei abwählbar. Die gläserne und kratzempfindliche Arbeitsoberfläche des Küchenblocks wurde zum Glück durch eine unempfindliche, matte Oberfläche ersetzt. Sehr gut!


Die Nasszelle

Ab sofort gibt es keine Schwingtür mehr. Die Tür wird nun mit einem, wie wir finden, recht wuchtigen Türgriff anstelle des Drehknebels bedient und rastet an einem Magnetschloss ein.

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Ein nach innen Schwingen entfällt, und somit auch die Möglichkeit, an dieser Stelle aneinander vorbeizugehen, wenn einer zur Hälfte ins Bad tritt. Auch der Duschvorhang wird eingespart. Den Türrahmen umlaufen in der Nasszelle nun Gummilippen, die das Wasser beim Duschen am Austreten hindern sollen.

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Um das hakelige Herausziehen des Duschschlauches über die Armatur aus dem unteren Bereich des Beckens abzustellen, wird nun eine zweite separate Hebelarmatur mit Schlauch für die Duschbrause angebracht.

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Das finden wir eine sehr sinnvolle Lösung. Auch bei unserem Modell hatten wir bereits Probleme mit Undichtigkeiten und verdrehtem Schlauch, der den Wasserfluss abklemmte.


Unser Fazit

Wie immer in Campingfahrzeugen erkauft man sich sehr häufig Vorteile mit manchem Nachteil. Wir haben beim neuen Columbus 600D mindestens 15 auffällige Änderungen zum Vorgängermodell gefunden. Am gravierendsten wird für viele alte Westfalia Hasen natürlich das farbliche Design, bzw. der Zuwachs an Holz-Optik sein. War Westfalia traditionell bisher eher ein Vertreter des luftig hellen Designs, die manchen „Holzfan“ eher an das Interieur eines Flugzeugs oder ICEs erinnerte, schwenken die Westfalen hier nun etwas in den Massenmarkt ein. Dennoch bleiben sie sich und den Fans im Großen und Ganzen treu und liefern aus unserer Sicht einen weiterhin gut verarbeiteten und gestylten Columbus ab. Mit unseren Bedürfnissen stellen wir bei manchen Features nicht unbedingt den breiten Massengeschmack dar, so z. B. bei der TV Lösung, da wir generell so gut wie gar nicht auf Reisen in die Glotze schauen (wollen) oder auch beim Schrankverlust durch die Bügelstange. Das Duschen in der Nasszelle stellt eher eine Notmaßnahme dar, da die Trockenlegung stets mit einigem Aufwand verbunden ist. Dennoch erleichtert die separate Brausegarnitur dies nun deutlich. Die Garage wirkt nun etwas größer und lässt mehr Zuladung zu. Gerade die Fahrradfahrer dürfte das freuen. Auch im Bereich des Lichts sind heutzutage die Ambientebeleuchtung und USB Anschlüsse Standard. Da mussten wir noch selbst Modifikationen durchführen. Wenn Euch die Bilder noch nicht für eine Kaufentscheidung genügen, dann schaut Euch auf jeden Fall den Columbus 600 D in Düsseldorf an. Es lohnt sich!

Wer sich jetzt fragt, „und was ist mit den anderen Fahrzeugen?“, den müssen wir noch etwas vertrösten. Wir hatten einfach zu wenig vorgegebene Zeit, um z. B. den Amundsen zu sichten. Aber wir spekulieren gerade noch auf einen Nachfolgetermin bei Westfalia. Mal schauen.


Disclaimer

Einen Anspruch auf Vollständigkeit oder Fehlerfreiheit erhebt unser Bericht nicht! Solltet Ihr noch Fragen haben, immer her damit! Vielleicht können wir sie ja beantworten, oder unsere Quellen anzapfen. Aber denkt dran: Wir sind Hobby-Blogger und stehen bei Westfalia nicht unter Vertrag. Also haben wir eine durchaus subjektive Meinung zu den Dingen. Macht Euch einfach selbst ein Bild und fahrt mal Westfalia! 🙂

Über Volker

Hi, ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO.

Ich bin als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Ich verbinde meine Internetaffinität mit meiner Leidenschaft, zusammen mit meiner Ehefrau mit dem Wohnmobil in Europa zu reisen. Da uns diese Reisen sehr inspirieren, möchte ich die Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele.

Mit über 500 Artikeln und über 2.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

17 Replies to “tested by UMIWO: Der neue Westfalia Columbus 600D Modelljahr 2017”

  1. Pingback: UMIWO Homestory #1: Werksbesichtigung und Reiseblogger-Treffen bei Westfalia – UMIWO – unterwegs mit dem Wohnmobil

  2. Wilhelm

    Wir machen mit unserer Familie fast jedes Jahr einen Urlaub mit einem Wohnmobil. Bisher haben wir bei den Wohnmobil Vermietungen aber nie ein Fahrzeug dieses Herstellers gemietet bzw. bekommen. Nach diesem tollen Bericht werde ich in Zukunft mal schauen, ob es Wohnwagen Vermietungen gibt die Westfalia Modelle, am besten natürlich dieses neue Modell haben. Danke für diesen Bericht!LG

  3. Jürgen S.

    Lieber Volker,

    danke für den Bericht. Zwei Dinge: auf die Mischbatterie im Heck hätte nun eine Abdeckkappe gehört (hab ich mir gebastelt). Bei Beladen stößt man schnell mal an die Mischbatterie und dann arbeitet die Pumpe stundenlang gegen den versperrten Auslauf der Außendusche….bis sie den Geist aufgibt! Außerdem hätte man die Schalter für die Wasserpumpe und die 12V-Anlage nach vorne holen können neben das Controlpanel: möglichst alle Schalter an einen Ort und man hat die Übersicht. Übrigens: wer das Klappbett hat (wie ich – mit schmaler Bank), kann auch Kleider statt Polster hinter die Bank hängen, wenn das Bett nicht benötigt wird. Einfach einen Haken an die Auflageplatte schrauben. Diese zwei – mit Scharnieren verbundenen – Platten habe ich sowie verschraubt, damit sie nicht schwingen, wenn das Polster mal zu Hause bleibt. Den Kleiderhaken überm Bett finde ich unpraktisch.

    Gruß.
    Jürgen

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Hallo Jürgen,
      schön, dass ihr Euch für den Columbus entschieden habt. Soweit ich mich erinnere hatten wir hierzu letztes Jahr sogar telefoniert. Das Thema Mischbatterie für die Außendusche hat Westfalia nun aber etwas anderes gelöst. Wie im Bericht beschrieben (leider ohne Fotos, da beim besichtigten Modell keine Außendusche eingebaut war), wird die Mischbatterie mit Anschluss nun in die hinterste Säule verbaut. Ob es hierbei ähnliche Probleme mit dem Hebel der Mischbatterie geben kann, bleibt abzuwarten. Die Idee mit Deinem Brett ist sicherlich gut. Mir ist es bisher noch nicht passiert, dass ich den Mischhebel unbedarft ausgelöst habe. Aber gerade im rechten Bereich verstaue ich nur niedrige Teile, die nicht gegen die Einbauten drücken können. Wo jetzt der Schalter für die Wasserpumpe und die 12 V Anlage liegen wird, konnte ich leider beim 2017er Modell nicht ausmachen. Der Wagen war wie gesagt ein Prototyp und da fehlten wahrscheinlich noch ein paar essentielle Einbauten. Die Idee mit dem Haken an der Auflagenplatte ist gut.

      Viel Spass dann mit Deinem 2016er Columbus.
      VG
      Volker

  4. Dr. Thomas Roithmeier

    Danke für Deinen Bericht, den ich im ersten Moment ängstlich gelesen habe, da ich morgen meinen 641 abhole und befürchtete er wäre schon wieder ein alter Hut. Jetzt bin ich aber eher erleichtert das derzeitige Modell zu haben.

    Uns gefällt die hellere, eher nüchterne, moderne Optik. Ein Grund, warum wir ihn gekauft haben. Graue Wandbespannung gegen beige auszuwechseln, geht gar nicht.
    Den Freiraum für den Fernseher find ich einfach nur schrecklich. Das homogene Erscheinungsbild geht völlig flöten.
    Das van Packet macht den Columbus zum edlen Liner, würde für die Fenster nie darauf verzichten wollen.
    Bei vielen Amivans ist die äußere Hülle total zerklüfet mit zahlreichen Klappen und Deckeln. Ich finde die zweite Aßenklappe als völlig überflüssig, schlecht zu putzen und rostgefährdet.
    Die Klinke der Badtür steht viel zu weit in den Gang.
    Die Dimmung der Lichter ist überfällig, läßt sich aber gut nachrüsten.
    Einzig die Klappen- und Schubladencerschlüsse gefallen mir gut.
    Die Position der Batterien ist völlig daneben. Da ich einen großen 2kw Wechselrichter verbaut habe, müßten viel zu lange Kabelwege gegangen werden. Der hintere Einbauort ist einfach flexibler.
    Das schmale Schränkchen im Küchenblock ist ein Witz. Minimales Stauvolumen und die Abstellfläche geht komplet verloren.

    Fazit für mich, eine Weiterentwicklung ist nicht immer ein Vorteil.
    Übrigens habe ich auch bewußt den Euro 5+ 3 liter Motor bestellt und nicht auf die 2,3 liter Variante gewartet.

    Freue mich meinen morgen abzuholen, wenngleich mein Händler , heck reisemobile, eine einzige Katastrophe ist. Die letzten Wochen haben mich Jahre meines Lebens gekostet. Wie kann Westfalia nur auf so eine Firma bauen.

    Viele Grüße, thomas

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Gerne Thomas. Das Analysen der Ausstattungsdetails hat aber sehr viel Spass gemacht. Die Dimmfunktion ist überigens eingebaut und sogar auf dem Foto der Steuereinheit über der Schiebetür. Habe ich übersehen und wurde darauf bereits hingewiesen. Ich ändere den Bericht dahingehend gleich ab. Ich wünsche Dir ganz ganz viel Spass mit dem Neuen! Macht einen genauen Check bei der Übergabe. Allseits gute Fahrt und Schlaf! 🙂

    • Rolf

      Hallo Thomas,

      mir ging es genauso wie dir, als ich den Bericht gelesen habe. Da habe ich wohl ein altes Model bestellt, dachte ich zunächst. Nun bin ich erleichtert und froh gerade noch das derzeitige Model zu bekommen, und dazu noch den 3 Liter Motor, Glück gehabt !

      Uns gefällt die helle Optik, kombiniert mit den hellen Holzton. Den dunklen Holzton beim neuen Columbus könnte ich gerade noch verkraften, wenn nicht die beige Wandbespannung wäre.
      Genauso die Sitzwangen der Rücksitzbank und die Seitenverkleidung in beige. Das kommt dem Amundsen langsam sehr nahe.

      Die Batterien unter dem Beifahrersitz zu verbauen ist eigentlich keine schlechte Idee. Aber wo soll dann der Wechselrichter montiert werden. Der soll schließlich meine Kaffeemaschine oder kurzzeitig die Klimaanlage betreiben.

      Die Oberschänke wurde zugunsten einer Kleiderstange und eines Fernseher´s gekürzt. Damit fällt leider wertvoller Stauraum weg. Die Griffe an den Oberschränken gefallen mir rein optisch überhaupt nicht, genauso wenig wie der Türgriff an der Badetüre. Für mich wirkt alles etwas „rustikaler“.

      Jetzt mal sehen, ob Westfalia das alles wirklich umsetzt und damit ins Rennen geht.

      Ich werde meinen Columbus bald abholen, ich weiß zwar nicht wann, den ich habe den gleichen Händler wie du Thomas. Ich bekomme einfach keine zuverlässigen Informationen. Ich rufe alle paar Tage an. Der Liefertermin wurde ständig verschoben, mal nach hinten, mal nach vorne.
      Jetzt steht er bei Westfalia seit einer Woche zur Abholung bereit. Bin mal gespannt wie es weitergeht !?

      viel Grüße

      Rolf

  5. Stefan Wala

    Danke für den guten Bericht, hat mir als neugierigen Pössl-Fahrer echt Spaß gemacht zu lesen! Die Verarbeitung von Westfalia fand ich schon immer ok. Die schon angesprochene Flugzeugküchenoptik hat uns bislang halt von Westfalia fern gehalten, gut is Geschmackssache, klar. Nur wohnlich geht halt anders, nicht umsonst wird auch bei Westfalia jetzt mehr Holzoptik verwendet.. Und was die Praxistauglichkeit von z.B. Bad und Dinettentisch angeht, da zeigen die Mitwettbewerber wie man’s macht…. Die Idee mit dem von aussen zugänglichen Fach unter der Sitzbank find ich klasse!

    Schöne Grüße,
    Stefan

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Danke Stefan. Naja also Pössl gibt nun mal massenmässig den (Farb)-Ton an. Da müssen dan viele folgen. Leider. Aber die WF Fans wollen doch nicht wieder eine Insolvenz miterleben. Da muss man auch mal Kompromisse machen. Aber wenn Du Dir mal meinen Testbericht über den Summit 640 ansiehst, wirst Du feststellen, dass auch wiederum Pössl bei Westfalia „abgeguckt“ hat. Vieles hat den Westfalia-Touch. Somit scheinen sich die Hersteller vielfach zu ergänzen. VG Volker

  6. Thorsten

    Danke, für den Top Bericht.

    Im Prinzip sehe ich das als ‚alt‘ Columbus Fahrer ähnlich, TV-Lösung und Kleiderstange bei verkürzten Oberschränken halte ich für einen Rückschritt.

    Wenn schon unbedingt TV, dann hätte man die Badwand um ein paar cm aufdoppeln und einen Flatscreen versenkt anbieten sollen, das wäre Premium. Was ich hier sehe ist Standardware (zumindest in dieser Beziehung). Von Westfalia hätte ich erwartet mit einem TFT Hersteller zu kooperieren und ein ganz flaches Panel in der Wand versenkt anzubieten, das wäre automobiles Design ….

    Ebenso die Schwanenhalsleuchte über dem umgedrehten Beifahrersitz – sicher war dort eine zusätzliche Leuchte nötig, was ich hier sehe kann ich mir für 17,50€ aber auch selber basteln – premium geht anders (und nicht unbedingt teurer in der Produktion wie die geniale und trotzdem einfach konstruierte Lichtleiste im Bad zeigt …)

    Die neue Holzfarbe gefällt mir persönlich sehr gut, aber das ist subjektiv, genau wie der geschrumpfte Stauraum im Heck zugunsten mehr Platz für Fahrräder (oder einer effektiveren Herstellung – ein Schelm wer böses dabei denkt).

    Sehr gut der neue Wassertank mit Wartungsöffnung von oben, ich habe jetzt gerade die 4. Wasserpumpe eingebaut und jedesmal frage ich mich wie lange der seitliche Wartungszugang bei meinem Columbus dicht hält 😉

    btw. der neue Schrank an der Küche geht gar nicht – ich habe dort den alten optionalen Kleiderschrank, der ist zwar auch nicht optimal, bietet aber einiges an Stauraum und ich mag die räumliche Trennung von Wohn- und Schlafbereich.

    Die verlegte Leuchte im Heck ist ebenso halbherzig, schön das man jetzt zumindest die Kurbel des Dachfensters im Heck frei bewegen kann, der ganze obere Heckabschluss als solcher ist aber immer noch mangelhaft.
    Vlt. nimmt sich das Entwicklerteam auf den CS mal ne Stunde frei, und schaut was andere da so anzubieten haben, wenigsten ein kleines Regal oben, hinten quer , sollte doch drin sein bei dem Preis ….

    S7 Fenster – nice to have aber kein ‚muss haben’….

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Danke Thorsten. Ja Deine Idee mit dem Flat-TV hört sich genial an. Gerade wenn man auf das Notbett verzichtet und so wie wir den Schrank nutzt, könnte man die von Dir beschriebene Lösung hier super einbauen. Lediglich die Kopfstützen müssten beim TV Glotzen kurz mal entfernt werden. Zu den Farben habe ich ja ausgiebig meine subjektive Meinung abgegeben. Die wird sich sicherlich in ein bis zwei Jahren wieder ändern. Besser wäre es hier das „La Strada Prinzip“ anzuwenden. x-fache Kombinationsmöglichkeiten zwischen Holzdekoren- farben und Stoffen/Leder. Da kann sich dann jeder seine Butze zusammenkonfigurieren. Hätte aber auch wieder seinen Preis. Ja Ja die Wartungsöffnung. Hast Du hierzu eine spezielles Werkzeug? Wenn ja, was und wo bekommt das bitte her? Ich vermisse auch zwischen den hinteren Schränken im Heck noch eine Staumöglichkeit. Die Aussparungen in den Türen sind ein Witz. Durch S7 nun keine Van-Optik. Für mich dadurch kein „nice to have“. VG Volker

      • Thorsten

        Hi Volker,

        sorry erst jetzt gesehen …

        Mein Spezialwerkzeug an der Stelle ist eine WaPu – Zange, beim letzten Öffnen habe ich es dann mit Gewalt und einem Hammer versucht, was zu einem Loch im Deckel führte 🙁 und das auf dem Campingplatz an der Ostsee …

        Zum Glück ist der Deckel aus Thermoplastik und liess sich mit einem per GasKocher erwärmten Schraubendreher wieder wasserdicht verschweissen …. (seitdem fährt immer ein Ersatzschraubdeckel mit 😉 )

        Die Van-Optik ist schon schick (gab es bei mir 2012 noch nicht…) aber wohl auch nicht ganz leicht und ganz umsonst war sie ja wohl auch nicht 😉

        Aber however, das mit der Fernsehlösung ist imho jedenfalls eines Spitzenprodukts aus dem Hause Westfalia nicht würdig … aber vlt. habe ich mittlerweile auch zu hohe Ansprüche.

        Mal gucken ob VW nächstes Jahr etwas über dem California auf Crafter Basis bringt (man munkelt ja) , da werden die Karten bezüglich automobilen Designs wohl nochmal neu gemischt, ich freu mich drauf …

        Thorsten

  7. Thorsten

    Hallo Volker,
    sehr schöner und umfassender Bericht.
    Die Bedienung für den Dimmer befindet sich übrigens ebenfalls über der Tür und wurde von Dir fotografiert… der silberne Bereich mit der Leuchte in der Mitte und den Pfeilen nach oben und unten… ?
    Viele Grüße, Thorsten

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