Caravan Salon – News & Stories – Teil 3 – Pössl Campster und Summit 600 Plus

Und weiter geht die Jagd nach interessanten Kastenwagen auf dem Caravan Salon 2017. Wir schauen uns bei Pössl den neuen Campster und den Summit 600 Plus an. Was haben die beiden Fahrzeuge von Pössl drauf?


Pössl Campster – Der eine für alle(s)

Pössl nimmt gefühlt die grösste Fläche in Halle 15 ein. Der bereits im letzten Jahr vorgestelle Campster von Pössl positioniert sich dieses Jahr gleich mit mehren Fahrzeugen.

Als wir letztes Jahr über ihn berichteten, stand nur ein Prototyp in der Halle. Das Fahrzeug scheint bei den Käufern gut anzukommen. Es stellt preislich eine recht gute Alternative zu anderen Campingbussen mit Aufstelldach dar. 

Für einen Campingbus zum Grundpreis von knapp 40.000 € kann man da nicht meckern. Jedoch wird das Fahrzeug erst mit dem Aufstelldach und ein paar anderen sinnvollen Ausstattungsdetails zu einem vollwertigen Camper. Da kommt man dann schnell auf 50.000 €. Für ein Multifunktionsfahrzeug, was vom Camper über den Personentransport und kleinere Umzüge eingesetzt werden kann ist dies dennoch kein schlechter Preis.

Headup-Display über dem Cockpit

Gerade im Bereich der Sicherheitstechnik bietet das Basisfahrzeug, der Citroen Spacetourer, eine Menge an. Vom Müdigkeitswarner, farbiges Headup-Display, aktiver Notbremsassistent oder die Verkehrszeichenerkennung ist vieles dabei, was die Fahrt sicherer gestallten soll.


Pössl Summit 600 Plus – Beste Badlösung bei Kastenwagen auf 6 Meter Länge

Der lange Pössl Summit 640 wurde von uns bereits im Mai 2016 getestet und beschrieben. Nun stellt Pössl die 40 Zentimeter kürzere Variante vor.

Das Plus Modell positioniert sich mit seiner Ausstattung und Design über dem normalen Summit 600 und ist in der Preisliste sogar noch um 1.000 Euro günstiger.
Ausstattungsbereinigt spart man mit dem Plus Modell sodann knapp 8.000 Euro.

Unterschiede zum Summit 600 (ohne Plus) lt. Angaben von Pössl:

  • 3,5 to zulässiges Gesamtgewicht (auf Light Chassis)
  • LED Tagfahrlicht
  • Metalliclackierung (Standardfarben)
  • Radiovorbereitung inkl. Lautsprecher
  • Seitz S4 Luxus getönt mit Rollo (nicht im Heck)
  • Sonderpolster Captain Chair Optik
  • Spiegel elektr. verstell- und bebeizbar
  • Tempomat
  • Traction +
  • Tri-Color Ambienteklappen
  • Trittstufe Omnistep
  • Fahrer- und Beifahrer-Airbag
  • Klimaanlage
  • Alufelgen
  • Beifahrersitz höhenverstellbar
  • Lederlenkrad
  • Fahrerhausverdunkelung (Remis komplett)
  • Kleiderschrank unter dem Bett

Das Innendesign ist recht schlicht, aber insgesamt recht hell und zeitlos. Die Farbkombination zwischen Oberschränken, Sitzpolster und Trennwänden hat uns in diesem Modell recht gut gefallen.

Gerade die Lösung mit der schwenkbaren Duschlösung, die bereits in den älteren Summit Modellen verbaut ist, gefällt uns hier wieder ausgesprochen gut.

Wenn wir nicht bereits so zufrieden mit unserem Columbus 600 D von Westfalia wären, wäre gerade der Summit 600 Plus eine in Ausstattung und Preis interessante Wahl. Vor 4 Jahren hätte uns das Modell vielleicht zu einem Kauf überzeugt.

Auch die Sitzbank macht einen deutlich bequemeren Eindruck. Nun ist endlich die Rücklehne ergonomischer geformt, um auf längeren Reisen und Abenden keine Rückschmerzen zu bekommen. Die Dinette wirkt recht groß, um gegenüber nicht mit den Beinen ins Gehege zu kommen.

Bei der Matratze merkt man jedoch gleich, dass das Fahrzeug eher im mittleren Preissegment rangiert. 5 einzelnen Matratzen sind sehr unkomfortabel beim Liegen. Ein Verrutschen ist nicht ausgeschlossen. Auch sind Kopf- und Fußbereich nicht unterfedert und unterlüftet. Von einem Frolisystem (punktgeferte Matratze) ist gar keine Rede. Für Schläfer mit höherem Komfortanspruch muss hier durch Fachfirmen umgerüstet werden. Das Fenster direkt am Kopf ist für viele unpraktisch. Wer nachts vom Geräusch des raschelnden Plisserollos geweckt wurde, weil sein Kissen dagegen stößt, weiss sicherlich was wir meinen…

Die Küchezeile wirkt recht großzügig. Wurde beim 640er Summit der Kühlschrank noch leicht erhöht angeordnet, ist nun der Kühlschrank unterhalb der Arbeitsfläche eingebaut.

Das ist zwar einerseits schön für die Blickachse, andererseits muss man immer auf Tauchstation gehen.

Leider wurde das Spülbecken, wie im 640er, wieder zu klein mit dem Herd kombiniert.

Dafür hat man mit dem äußerst praktischen und abgerundeten Eckschrank eine Menge verstauen und kommt auch gut heran. Die Rundung im Eingangs- und Flurbereich bietet sehr viel Platz, so dass zwei Personen ohne Probleme aneinander vorbeigehen können.

Was uns ein wenig enttäuscht, ist die Beleuchtung. Die Anzahl und Helligkeit der Lampen finden wir nicht ausreichend. Lediglich im Bad ist es akzeptabel hell.

Der zusätzliche Oberschrank über der Hecktür ist zwar konstruktiv bedingt nicht besonders groß, dennoch können hier einige Kleinigkeit untergebracht werden. Somit ergeben sich auch die offenen Eckablagen für Krimskrams.

Unser Fazit zum Pössl Summit 600 Plus

Der Summit 600 Plus bietet nicht nur einen guten Grundriss mit praktischen Festbad zum Duschen. Er ist auch in Sachen Ausstattung gut durchdacht und für die Käufer nun sehr interessant. Für einen Campingbus in der 40.000 Euro Klasse wird sich der Summit 600 Plus sicherlich etablieren.

Im vierten Teil unseres Messerundgangs bei den Kastenwagen werden wir den Knaus Boxdrive in sämtlichen Details vorstellen.

Über Volker

Hi, ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO.

Ich bin als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Ich verbinde meine Internetaffinität mit meiner Leidenschaft, zusammen mit meiner Ehefrau mit dem Wohnmobil in Europa zu reisen. Da uns diese Reisen sehr inspirieren, möchte ich die Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele.

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