Müden (Örtze) – Sommerliche Idylle im Naturpark Südheide

Lust auf eine Tour durch ein lila Blütenmeer? Alljährlich zwischen August bis September zieht die Lüneburger Heide viele Besucher in ihren Bann. Wir waren in unserem Lieblingsort Müden an der Örtze unterwegs, der einen idealen Ausgangspunkt für Touren in die Heidelandschaft bietet. Hier gibt es einen netten und günstigen Wohnmobilstellplatz beim Wildpark. Nach dem Verzehr von riesigen und leckeren Tortenstücken könnt ihr um den idyllischen Heidesee spazieren. Und wer Tiere beobachten will, kann sich im nahen Wildpark die Elche aus der Nähe anschauen. Wir finden es hier einfach nur klasse!


Tourübersicht


Freitag, 8. Juli 2016

Endlich Freitag und es steht ein Wochenende mit angenehmem Sommerwetter bevor – Zeit um UMIWO zu sein! Zügig die „sieben Sachen“ zusammengepackt und in den Campingbus gehüpft – los geht´s! Richtung Nordosten von Hannover aus soll es gehen, in den Naturpark Südheide. Zuvor liegt auf dem Weg noch ein kurzer Stopp bei Ikea in Großburgwedel direkt an der A7, denn die Stoff-Fußbälle aus der Kinderabteilung liebt unser Hund heiß und innig.

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Am frühem Abend fahren wir als Transferplatz den mehrfach erprobten und für gut befundenen, kostenlosen Stellplatz am Freibad im Ortsteil Papenhorst (bei Nienhagen) an und haben die Wiese ganz für uns allein.

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Nach einem kleinen Kickerturnier mit Gemma und einem Bordküchenmenü haben wir bereits die anstrengende Arbeitswoche abschüttelt und wittern Urlaubs-Luft 🙂

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Samstag, 9. Juli 2016

Am nächsten Morgen starten wir nach einem gemütlichen Frühstück in die Lüneburger Heide. Über die B3 rollen wir zunächst nach Wietzendorf. Hier befindet sich direkt neben der A7 der Wohnmobilhändler Südsee Caravans. Wir wollen unserer Rosi mal wieder einer professionelle, schonende und für uns bequeme Fahrzeugwäsche gönnen und vertrauen gemäß Beschreibung des Betreibers unsere Acrylscheiben der Waschanlage an. Mit 29 Euro ist die Standardwäsche für einen Kastenwagen zwar kein Schnapper, aber dafür müssen wir nicht stundenlang ermüdend mit der Teleskopbürste um den Wagen herum tanzen.

Hinein in die Lünbeburger Heide

Blitzblank tauchen wir anschließend in die Südheide ein und finden es hier richtig schön. Der Tourismusverband verspricht in diesem Jahr bereits schon Ende Juli eine außergewöhnlich schöne Heideblüte wegen der hierfür idealen Wetterbedingungen in diesem Sommer. So ähnlich schön wird es dann wie auf dem Bild unten aussehen.

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Das Heideblüten-Baromater gibt Euch hier Auskunft über den aktuellen Blütenstand.

Das aktuelle Heideblüten-Barometer

Das werden wir bei Gelegenheit mal mit eigenen Augen prüfen. 🙂

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Dann steuern wir den lieb gewonnenen Ort, Müden an der Örtze, an. Neben dem Wildpark am Ortsrand parken wir auf dem schönen Stellplatz . Hier stehen bereits einige Womos, aber es ist wie immer eine ruhige und friedliche Atmosphäre.

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Dann heisst es endlich „Stühle raus“ und die heutige frische Brise bei angenehmen 21 Grad genießen. Für uns muss es gar nicht wärmer sein.

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Anschließend geht’s auf eine größere Gassirunde in den Ort. Müden liegt am Fluss Örtze, die auch durch den Zufluss Wietze gespeist wird, die wir hier überqueren. Sie mündet in die Örtze, was damit auch die Herkunft des Ortsnamens Müden erklärt: münden wurde zu Müden

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Auf der „Hochzeitsallee“ folgen wir dem Hinweisschild.

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Vorbei geht’s an einer Pferdekoppel mit einem süßen Fohlen, das uns vorwitzig zunickt: „Schön, dass ihr mal wieder hier seid!“ ….oder nur beharrlich Fliegen abschüttelt 🙂

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Heute lassen wir das schöne Bauerncafe „Ole Müllern-Schün“ (plattdeutsch für „Alte Müller-Scheune“) links liegen. Hier haben wir bei unserem letzten Besuch im November 2014  große und leckere Tortenstücke vertilgt.

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Auf dem Hofgelände bieten weitere Geschäfte sehr schöne Produkte in schönster plattdütscher Sprache an.

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Gemma findet die eisernen Heidschnucken gruselig – so leblos 😉P1130253

Wir umrunden den netten kleinen Heidesee und genießen die frische „Seebrise“.

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Sogar Segeln kann man hier  – wenn man sich zuvor auf Modellbootgröße kleinschrumpfen lässt!

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Auf dem Rückweg erfahren wir historisches über die Milchwirtschaft in Müden.

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'Melkbank' (Milchbank)
Seit der Zeit um 1900 diente die „Melkbank“ als Sammelstelle für die Milchkannen der milcherzeugenden Betriebe. Jeder Betrieb hatte eine von der Molkerei vergebene Kannennummer. In Müden wurde die Milch anfangs von „Ahrensbauer“ mit dem Pferdewagen zur Hermannsburger Molkerei und später von „Heinrich Peters“ mit dem Lastwagen zur Molkerei nach Munster transportiert. Im hölzernen Butterkasten (rechts im Bild) erfolgte die Rücklieferung von Butter für den Eigenbedarf.

Sonntag, 10.07.2016

Das Wetter schwenkt heute um zu schwül und heiß, so dass wir im Schatten des nahegelegenen Waldes nach Abkühlung suchen, im Wildpark Müden.

Momentaufnahme 1 (16.07.2016 18-00)

Für uns drei zahlen wir zusammen 17 Euro und kaufen natürlich auch das obligatorische Wildfutter dazu.

Momentaufnahme 2 (16.07.2016 18-01)

Der Wildpark ist mit 10 ha recht übersichtlich. Dafür sind die Wege sehr liebevoll angelegt. An diesem frühen Vormittag liegen die Sommerferien-Familien noch in den Federn und wir sind nur wenige Besucher. Erst ab Mittag füllt sich der Park zusehends mit Kind und Kegel.

Momentaufnahme 6 (16.07.2016 18-04)

Bis dahin genießen wir die einsamen Wege und können die Tiere in aller Ruhe beobachten.

Momentaufnahme 5 (16.07.2016 18-03)

Die Flugshow-Arena liegt noch ruhig und verlassen, das wird sich erst in einer Stunde ändern.

Momentaufnahme 4 (16.07.2016 18-03)

Das satte Grün schützt uns vor sengender Sonne, vermag die schwülen Luftmassen aber nicht mehr herunterzukühlen.

Momentaufnahme 7 (16.07.2016 18-08)

Wir treffen sogar einen Waschbären, der sich aus dem Gehege gestohlen hat und nun vom Tierpfleger eingefangen werden muss.

Momentaufnahme 9 (16.07.2016 18-27)

Nach friedlichem Schlendern vorbei an Rotwild, Dammwild, Wölfen und einmal herum um das riesige Elchgelände,

Momentaufnahme 8 (16.07.2016 18-21)

entern wir den örtlichen Imbiss um uns zu stärken.

Momentaufnahme 10 (16.07.2016 18-29)Den Rest vom Eis darf Gemma vom Stiel schlecken 😉 Sie hat sich heute tapfer geschlagen – wohlmöglich war dies der erste Tierparkbesuch ihres Lebens!

Durch den Strom der Besucher dackeln wir zurück zum Wohnmobil und beschließen diesen netten Tierparkbesuch unter der Markise mit einem Nachmittagskaffee.

3 Replies to “Müden (Örtze) – Sommerliche Idylle im Naturpark Südheide”

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