Mit dem Wohnmobil durch die Provinz Groningen – Teil 1 – Auf zum Nordkap!

Wir lieben Holland! Okay, es gibt auch viele andere schöne Regionen in Europa, wo wir uns wohlfühlen. Aber bei den Holländern sind wir immer sofort in entspannter Urlaubslaune. Eine Region haben wir jedoch immer vernachlässigt: Groningen. Grund genug bei einem einwöchigen Trip im sommerlich warmen September 2018 uns hier mal umzuschauen. Und wir haben es genossen!


Wir haben bereits im August ein wenig holländische Luft geschnuppert und vier wunderschöne und erholsame Tage im Naherholungsgebiet am gleichnamigen See „Slingepas“ verbracht.

Daher starten wir unsere Tour durch die Region Groningen nochmals in dieser außergewöhnlich schönen Region und verbringen hier nochmals eine Nacht.

Es bieten sich hier zwei Möglichkeiten zum Stehen. Wir bevorzugen natürlich den stromlosen Platz direkt am See. Etwa 100 Meter weiter entfernt, gibt es noch einen Platz mit Stromversorgung und Ver- und Entsorgungsmöglichkeit für ca. 10 Fahrzeuge.

Wir unternehmen herrliche Spaziergänge um den schönen See, der nach jeder Biegung immer wieder neue Blickwinkel preisgibt.

Das Naherholungsgebiet begrüßt den Besucher mit einem aufwändig angelegten Schranken-System.

Auf den ersten Blick versteht man das Prinzip nicht sofort. Hier muss man vor der Ausfahrt ein Ticket am Sanitärhäusschen vom Badesee mittels Gebühr anfordern. Für Fahrzeuge unter 6 Meter kostet die Ausfahrt 5 Euro. Längere Fahrzeuge zahlen 10 Euro. Somit können sich hier auch längere Aufenthalte aus Kostensicht lohnen. 

Zuerst öffnet sich die erste Schranke. Ist man, so wie wir unter 6 Meter lang, schließt sich daraufhin die 1. Schranke nach der Einfahrt.

Nachdem das Ticket eingesteckt wurde, öffnet sich die 2. Schranke zur Ausfahrt. Bei längeren Fahrzeugen, bleibt bis zum Ticketeinwurf die 1. Schrank solange geöffnet, bis sich nach Einzug des Tickets, die 2. Schranke zur Ausfahrt öffnet. Selten haben wir so ein interessantes Parksystem gesehen.

Selbstredend, dass wir auf einen kurzen Sprung beim nahe gelegenen Obelink vorbeischauen.

Selbst wenn man nichts braucht, müssen wir bei manchen Produkten, so wie bei diesem Smiley oder der Fußmatte, breit grinsen.

Wir gönnen uns einen schönen und faltbaren Tisch aus Bambusholz und genießen sogleich den ersten Nachmittagstee daran.

Wir erreichen die Groninger Gemeinde „Stadskanaal“ (Stadtkanal). Entlang der N366 folgen wir malerischen Alleen.

Bei Vleddermond rasten wir an einer hübsch angelegten waldähnlichen Parkanlage.

Der offizielle Wohnmobilstellplatz in Delfzijl in der Bucht von Watum ist aktuell wirklich keine Augenweide. Hier wird an der ohnehin schon extrem hohen Deichanlage gebaut mit entsprechendem Lärm. Ein deutscher Camper meinte aber zu uns, dass es nachts ruhig wäre. Wir fahren schnell weiter.

Nachdem wir an den riesigen Hafenanlagen von Eemshaven vorbeigefahren sind, erreichen wir das Nordkap.

Nun ja, eins der Nordkaps auf jeden Fall und zwar das holländische „Noordkaap“.

Leider dürfen wir aufgrund der Schafe am Deich unseren Hund nicht mitnehmen. Claudia bleibt daher bei den sommerlich warmen Temperaturen am Campingbus, während sich Volker auf den Weg zum Kap macht.

Hier befindet sich neben einem Kunstwerk noch ein Mahnmal, welches an den Absturz einer Maschine der Royal Airforce gedenkt.

Meist sollen, so auch wie hier, geographische Punkte mehr einen touristischen Nutzen haben, als einer wirklich genauen Landmarke. Aber dennoch muss hier irgendwo der nördlichste Punkt der Niederlande sein. Also glauben wir es und genießen dieses schöne Fleckchen auf dem Deich umringt von Schafen.

Wir cruisen weiter bei schönstem windigen Sommerwetter und stoppen in Noordpolderzijl.

Dieser kleinste Seehafen der Niederlande bietet sogar einen, wenn auch kleinen, aber kostenlosen Stellplatz für Wohnmobile (links oben).

Wir ergattern noch den letzten Stellplatz und genießen vor dem Campingbus die Sonne in der frischen Brise.

Auf dem Deich können wir es uns nicht verkneifen, ein paar Touri-Fotos zu schießen.

Hier ist nicht wirklich viel los. Aber gerade das gefällt uns. Wer möchte, kann noch in einer kleinen Gaststätte drinnen oder draußen schlemmen.

Weiter geht’s im 2.Teil


Weiterführende (externe) Links

Zur Tourübersicht mit allen Teilen

Gemeinde Stadskanaal

Nordkap (Niederlande)

Noordpolderzijl – kleinster Seehafen der Niederlande

Über Volker

Ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO und als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Campingbus in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Da mich das Reisen sehr inspiriert, möchte ich meine Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele. Mit über 550 Artikeln und über 2.500 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

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