Unser Messebesuch beim Caravan Salon Düsseldorf 2016 – Tag 1

Bei schweißtreibenden 31° Celsius starten wir zum diesjährigen Caravan Salon 2016 nach Düsseldorf. Wie schon in den letzten Jahren gibt das Sommerwetter in der letzten August-Woche noch mal richtig Gas. Mit 130 Sachen sausen wir mit unserem Westfalia Columbus 600 D klimatisiert von Hannover 250 Kilometer zum Messeparkplatz P1. Und landen: im Chaos!



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Der Arbeitstag ist bereits erledigt, als wir unseren Bus voll Trinkwasser laden und gegen 18 Uhr auf die Bahn hopsen. Die Anreise bis spätestens 22 Uhr erlaubt uns nur einen kurzen Stopp für ein „Häppchen on the road“. Dafür kommt die „Nordsee“ an der Raststätte gerade recht und brutzelt uns eine Portion Fish’n’Chips, die als mobiles Abendbrot herhalten muss.

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In diesem Jahr sind wir das erste Mal offiziell „Pressevertreter“ und dieser nette Ausweis erlaubt uns, kostenlos und nahe des Caravan Centers zu stehen.

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Bildquelle: http://isaswomo.de/

Dort befinden sich neben mehreren V/E Stationen auch Serviceeinrichtungen für die Camper. Ganz besonders begehrt bei der momentanen Affenhitze sind die Duschen.

Bildquelle: http://isaswomo.de/

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Aber bevor wir in den Genuß kommen, endlich auf dem reservierten Areal einen Stellplatz zugewiesen zu bekommen, schickt uns das Universum durch eine abendliche Nervenprobe und klopft sich dabei kichernd auf die Schenkel!  Parkplatz-Lotse Nr. 1 an der Einfahrt schickt uns zu weit, so das wir von Parkplatz-Lotse Nr. 2 die erste von insgesamt 4 Strafrunden um den gesamten Platz aufgebrummt bekommen.  Zurück bei Lotse Nr. 1 erkennt uns dieser nicht und will sich nur schwer davon überzeugen lassen, dass wir die Einfahrt zum Caravancenter nehmen dürfen und nicht noch einmal zu weit fahren möchten. Ahnungslos fahren wir beim Caravancenter am Anmeldecontainer vorbei und werden auch nicht aufgehalten. Das führt bei Lotse Nr. 3 zu einer weiteren Strafrunde um den Platz – rückwärts fahren verboten. Wieder bei Nr. 1 angekommen wiederholt sich die vorangegangene Szene („Und täglich grüßt das Murmeltier!“). Er erkennt uns nicht und will wortreich, leicht gestresst und mit schon nicht mehr ganz so entspannter Stimme überzeugt werden. Dieses mal halten wir am Anmeldecontainer und erhalten unseren Parkausweis. Nun stellt uns Lotse Nr. 3 an die Seite der Fahrspur, um auf den Einweiser zu warten, der dann käme, wenn er fertig wäre….. Ca. 30 Minuten später bei nächtlicher Dunkelheit vergewissert sich Lotse Nr. 4 per Fahrrad, dass ein Kollege tatsächlich in Reihe 31 noch eine Lücke für uns aufgetan hat. Doch leider können wir diese nicht von dieser Seite aus anfahren……

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So starten wir müde und zwangserheitert zur vierten Strafrunde. Eingedenk des Bollwerks „Lotse Nr. 1“ holt uns Lotse Nr. 4 per Fahrrad dort ab und fährt voraus. So lenkt er uns endlich zu einem Standplatz im Feld 4, Reihe 32, welches wir wegen der nachbarschaftlichen Unterhaltungen schnell in „Holländische Viertel“ taufen.

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Die ganze Aktion hat uns satte 60 Minuten gekostet und wird in das Archiv unserer Messe-Anekdoten wandern. Das neue Online-Reservierungssystem stellt an Lotsen und Camper erhöhte Anforderungen, die sich erst mal einspielen müssen. Trotzdem ist uns schwer nach Lachen zumute und uns gefällt immer wieder das spezielle Flair auf dem P1. Die Mischung aus Megaparkplatz, Kirmes und Flughafenrollfeld ist unbeschreiblich. Da passt ein bisschen Chaos bei der Anfahrt gut ins Bild 🙂 Wir sind übrigens nicht die Einzigen, die den Platz nun ausführlich von allen Seiten mehrfach sehen durften 😉 Die Camper sind trotz der donnernden Maschinen sehr relaxt und gut drauf. Wir vertreten uns nach dem Park-Spass noch ein wenig die Beine und treffen auf alte Bekannte: Die Phoenixe stehen auf ihrem üblichen Platz und wir nehmen zu einem abendlichen Plausch auf ihrer blumenumrankten Veranda platz.

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Die erste schwülwarme Nacht im Campingbus ist nicht besonders erholsam. Gleich um 6 Uhr morgens wissen wir, wo wir stehen: In der Anflugschneise vom Flughafen Düsseldorf.

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Schnell raffen wir schlaftrunken unsere Handtücher und eilen in Badelatschen zu den Duschen beim Caravan Center, um den gestrigen Tag und die klebrige Nacht abzuspülen.

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Nach den Erfahrungen der vergangenen Messejahre schnappen wir unseren praktischen Reisenthel Shopper, bestückt mit reichlich Getränken und Snacks, und starten zu unserem ersten Fachbesuchertag.

Wir freuen uns auf die Leere der Hallen. So können wir in aller Ruhe Fotos schießen ohne Leute zu belästigen und die Fahrzeuge ausgiebig besichtigen. Es bleibt Zeit für Gespräche mit denjenigen, die schon ab morgen in den Kampf um kompetente Beratung und Geschäftsabschluss ziehen.

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Auf dem Weg zum Shuttle Bus sichten wir so manches Camping-Schätzchen.

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Noch stehen die Bloggerkollegen von herman unterwegs unbedrängt in praller Sonne auf Asphalt. Bereits am nächsten Tag steht der „grüne Frosch“ wie in Watte gepackt in einem Meer aus Weiß 🙂

Weiter geht’s in Teil 2

5 Replies to “Unser Messebesuch beim Caravan Salon Düsseldorf 2016 – Tag 1”

  1. Thorsten

    Da habt Ihr aber auch doppelt Pech gehabt …. Ich bin am Donnerstag abend nach 22:00 Uhr angekommen und musste somit auf dem Übernachtungsplatz ( vermutlich Feld 1 – vor dem CaravanCenter) übernachten, einmal links abbiegen, freien Platz suchen (dort war Platz ohne Ende) und einparken (Dauer ca. 30sec.) 🙂 Freitag früh dann die Flieger , o.k. aber das weiß man, macht mit den ersten Sonnenstrahlen alle Fenster zu und dann ist auch das zu ertragen ….

    Früh dann noch kruz Brötchen fassen (man steht ja nur 50 mtr. Vom Bierzelt entfernt) eine kleine Runde drehen und erstmal ins Caravancenter zur V/E (ich war die Woche davor schon unterwegs ..).

    Anschliessend wieder auf die breite Einfahrt, direkt bis zum Einweiser vorgefahen, dort die Resevierung scannen lassen und auf direktem Weg zum Stellplatz – hat alles in allem auch nicht länger als 15 min. gedauert, ich war von der Organisation also eher positiv überrascht 🙂

    Auch scheint es mir , daß man auf den ’normalen‘ Besucher Parkplätzen etwas weniger gedrängt steht , als in Nähe des Bierzeltes ;-), zumindest war bei uns die Mittelspur frei ..

    • Mario

      Hallo Thorsten,
      gut möglich, dass Volker und ich da beide als „Spezialfälle“ eher die Ausnahme waren. Ist schwer einzuschätzen. Was ich aber definitiv bestätigen kann, ist dein Eindruck mit dem Gedränge rund um das Bierzelt. Bzw. allgemein auf dem Caravan Center (Nord 4). Ich stand auf Nord 6 und auch dort war die Mittelspur frei. Teilweise standen sie hier auch etwas großzügiger auseinander.
      Viele Grüße,
      Mario

    • Volker

      Also in unserer Reihe 32 des Feldes 4 waren Ketten als Trennung gespannt, siehe auch Foto im Bericht. Von daher war da kein Wildparken angesagt. Was aber zum Teil in der Reihe nervte, waren die Leute, die unsere Reihe als direkten Weg zum Festzelt und Caravan Center nutzten (mussten). Ich glaube, ich habe beim Frühstück noch nie so vielen Leuten beim Frühstücken mit geöffneter Schiebetür zurückgegrüßt. 🙂

  2. Mario

    Naja, sagen wir mal so: Spaß macht das nicht unbedingt. Aber es ist das Drumherum, was es dann doch spannend und lohnenswert macht. Einige lockere Gesprächsrunden waren so nur auf dem Caravan Center, und nicht auf der Messe selbst, möglich. Wenn auch immer wieder mit Fluglärm-Sprechpausen. =)
    Guter Bericht zu eurem ersten Messetag, Volker! Wie du weißt, kann ich die Anfahrtsproblematik ja nur bestätigen. Aber nun gut, da darf man sich halt nicht von aus der Ruhe bringen lassen.
    Viele Grüße in den Norden!
    Mario

  3. Wolfgang Krey

    Mmm…., macht Kuschelparken in der Flughafen Einflugschneise wirklich Spaß?
    Ich kann ja zum Glück in 40 min von meiner Haustüre bis zum Messeeingang mit der Straßenbahn anreisen 🙂
    Ich wünsche euch einen informativen Messebesuch und freue mich schon auf eure Infos.
    LG Wolfgang

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