Ein Feld voll Sonne, Schmutzfüße und nette Griechen im Keller

Wir stehen am Beginn von 2 Wochen Urlaub!
Der Wetterbericht versucht uns viele Kilometer gen Süden zu locken. Der einfache, aber weite Weg bis nach Südfrankreich zu 25°C und praller Sonne versucht uns zu bezierzen. Viel fahren, in der Sonne braten und träge vor uns hinschwitzen. Der Norden droht mit Wind, Regen und Unbeständigkeit. Aber die Küste flüstert uns aus der Ferne zu, die Wellen winken und die Sehnsucht bahnt sich unaufhörlich ihren Weg…..also beschließen wir dem wechselhaften Wetter zu trotzen und machen uns auf den Weg. Die frische Meeresluft lockt uns einfach zu sehr. Durch das frisch gewachsene Baumgrün starten wir Richtung Wischhafen an der Elbe.

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Gegen die grauen Wolken strahlen die Rapsfelder in leuchtendem Gelb. Die Sonne vom Feld lässt uns sogar die Augen etwas kneifen, vor lauter gelber Power 🙂

P1130930Für ein Päuschen am Wegesrand tauchen wir mit Rosi ein ins Meer aus Gelb.

P1130934Der kleine Umweg über Wirtschaftswege beschert Rosi mächtige Schmutzfüße!  Frischer Acker klebt an Reifen, Radkästen und Schmutzfänger. Wir hoppeln auf Matschklumpen über die Straßen und landen schicksalshaft an der Zufahrt zur Hauptstraße an einer Tankstelle mit Waschboxen. Für ein paar Euro werden die Füße wieder sauber 🙂

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Kurz vor der Fähre von Wischhafen reihen wir uns in den üblichen (heute nicht allzu langen) Stau zum Fähranleger ein und…..

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schwenken dann kurz nach dem Fluttor rechts auf den ausgewiesenen einfachen Stellplatz.

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Dort nehmen wir uns unsere geliebte Freiheit und machen ein Nachmittagsnickerchen, während der Wind den Campingbus leicht hin und herwiegt. Ein jähes Handyklingeln lässt uns hochfahren. Hätte nicht mal wieder der Mobilfunkanbieter einen sinnlosen Versuch gestartet, uns eine Tarifänderung aufzuschwatzen, wir hätten wohl den ganzen Nachmittag friedlich verschlafen 🙂

Wir reiben uns den Schlaf aus den Augen und entern endlich die Fähre. Ein paar Ruheständler haben es sich mit Thermoskanne und Broten bewaffnet links an einem Picknicktisch gemütlich gemacht und schauen Fähren und Autos. Wir lächeln hinüber und ernten ein freundliches Winken.

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Auf der kurzen Überfahrt herrscht regeres Treiben, als man sich allgemein so vorstellt. Da werden Hunde über Deck und Treppen gescheucht. Alarmanlagen heulen ob der ungewohnten Schaukelei und der intimen Nähe zum Nachbarfahrzeug. Gleich nachdem wir unseren Reisepreis entrichtet haben, zieht unser Musikzenrum alle sarkastischen Register und spielt „Don’t Pay the Ferryman“ von Chris de Burgh….. schreckgeweitete Augen für einige Sekunden….erlaubt sich das Universum hier einen Scherz?

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Aber alles geht gut und wir erreichen das andere Ufer gesund und ohne Baden zu gehen 😉

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Auf der Fähranlegerbrücke am Glückstädter Ufer werden wir von einer illustren Entensammlung begrüßt 🙂

P1130959Regen begleitet unsere Ankunft auf dem Stellplatz Nordermole im Hafen Glückstadt.

P1130968 Den Blick auf die Elbe kennen wir auch bei besserem Wetter. Heute kommt kein rechtes Feeling für eine Übernachtung auf. Ständig kurven einheimische PKWs aufs Gelände, nur um nachzusehen, ob die Elbe noch da ist. Dazu gesellt sich auch noch ein lautes Motorenbrummen des festgemachten Frachters auf der rückwärts gelegenen Hafenanlage.

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Wir beschließen einen ruhigeren Stellplatz anzufahren.

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Im 10 km entfernten Krempe rollen wir durch P1130974die mit Zierkirschen gesäumte Zufahrtsstraße zum kostenlosen Stellplatz am Sportzentrum und finden es hier angenehm ruhig und leer.

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In den Intenet-Kommentaren anderer Womofahrer wird das griechisches Lokal „Der Grieche im Ratskeller“ hoch gelobt.

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Hier wollen wir heute auch speisen und sind in nur 5 Minuten Fussweg im Ortskern. Der Wirt begrüsst hier jeden mit einem herzlichen Handschlag. Trotz der Primetime am Samstagabend gibt es noch einen kleinen Tisch für uns und die Bedienung sowie das Essen sind hervorragend.

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Und genauso herzlich wie wir empfangen wurden, werden wir per Handschlag wieder verabschiedet. Wir können uns den lobenden Kommentaren nur anschließen.

Ein guter, kostenloser Platz und eine wunderbare Möglichkeit, bei netten Menschen griechisch zu essen!  Alternativ könnte man das Essen auch mit zum Womo nehmen, falls alle Tische belegt sind. Eine Top-Adresse als Transferplatz!

Wir fallen früh ins Bett und schlafen tief und fest in dieser friedlichen Umgebung. Ein gelungener Urlaubs-Auftakt 🙂

Über Volker

Hi, ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO.Ich bin als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Ich verbinde meine Internetaffinität mit meiner Leidenschaft, zusammen mit meiner Ehefrau mit dem Wohnmobil in Europa zu reisen. Da uns diese Reisen sehr inspirieren, möchte ich die Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele.Mit über 500 Artikeln und über 2.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

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