Unsere Womo-Tour entlang der Elbtalauen – viel Natur, Ruhe und Wasser

Die Elbtalauen befinden sich auf beiden Seiten der Grenze zwischen Niedersachsen und Brandenburg. Wir wollen in diesem Sommer den brandenburgischen Teil, also die Prignitz, noch intensiver erkunden und starten eine beeindruckend schöne Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.


Zu unserem Blogbericht gibt es hierzu bereits den 1.  und 2. Teil als YouTube Video auf unserem Kanal

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Die niedersächsischen Elbtalauen

Am ersten Tag auf unserer Tour durch die Elbtalauen kommen wir im beschaulichen Hitzacker an.

Elbtalauen

Der kleine Ort hat einen überdimensional riesigen Wohnmobilstellplatz zu bieten. Hier ist das ruhige Übernachten kostenlos und es können bis zu 60 Fahrzeuge stehen. Aber es gibt eine Besonderheit: Hier ist das Campen verboten! Also keine Stühle und Tische rausstellen.

Elbtalauen Hitzacker Wohnmobil Stellplatz an den Bleichen

Dafür gibt es eine sehr gute Ver- und Entsorgungsstation und für einige Fahrzeuge auch Strom. Durch Deich-Erhöhungsarbeiten ist zurzeit angrenzend eine Tages-Baustelle, die hin und wieder etwas Lärm verursacht. Angesichts der dramatischen Ereignissen aufgrund des immer wiederkehrenden Hochwassers ist der weitere Ausbau verständlich.

Uns gefällt diese Perle an der Elbtalauen richtig gut. Das kleine Städtchen ist total niedlich und lädt zum Flanieren ein. Mit viel Liebe haben die Einwohner die Stadt hergerichtet. Man fühlt sich richtig wohl. Eingeschlossen von der Jeetzel ist Hitzacker somit eine kleine Stadtinsel. Überall wohin man schaut ist Wasser das dominierende Element.

Elbtalauen

Am zweiten Tag geht es auf die zweite Route durch die Elbtalauen. Zuvor wird natürlich ordnungsgemäß  an der guten Station von Hitzacker ver- und entsorgt. Wir erreichen den historischen Altstadtkern von Dannenberg im östlichsten Teil von Niedersachsen. 

Elbtalauen

Unseren Westfalia Columbus können wir kostenlos für eine Stunde gegenüber vom Parkplatz „Schlossgraben“ abstellen.

Elbtalauen

Auch Dannenberg liegt an der Jeetzel und hat eine wirklich schmucke kleine Einkaufsstraße mit netten Geschäften in überwiegend aufwändig sanierten Fachwerkhäusern.

Bevor wir die Elbe vor Dömitz überqueren, machen wir nördlich von Wulfsahl direkt an der B191 eine längere Mittagspause und mampften unseren leckeren, bereits am Vortag zubereiteten Gemüse-Hirse-Topf. Wir lieben immer diese kleinen Snack-Pausen an schönen Orten. 

Die brandenburgischen Elbtalauen

Dann erreichen wir Dömitz und wollen nach langer Zeit mal wieder den Wohnmobilstellplatz am Hafen checken. Vor bereits 10 Jahren hat sich Dömitz bei uns als Traumplatz etabliert. Doch der „Traum platzt“ jäh, als uns als erstes an der Zufahrt zum Gelände eine Schrankenanlage begrüßt. Die Einfahrt ist jetzt kostenpflichtig (2 € sind nun bei der Ausfahrt zu entrichten). Spontanes Anfahren auf den Platz ist nun passé.

Wir checken dann noch ein paar Stellplätze elbaufwärts und finden noch einen genialen Waldparkplatz in der Nähe von Nebelin. Ein Sendemast ermöglicht hier besten Empfang. Doch der Eichenprozessionsspinner ist in diesem Gebiet stark vertreten, so dass wir uns und unserem Hund diesem Risiko nicht aussetzen wollen. Doch wir erreichen noch einen richtig schönen und kostenlosen Stellplatz in Perleberg.

Wunderbar ruhig und auch endlich einmal einsam übernachten wir auf dem kostenlosen Stellplatz an der Sophienstraße in der Rolandstadt Perleberg.

Morgens gibt es bei uns Zuhause ja immer für jeden ein Glas frisch entsafteten Sellerie, der uns einen Power Start in den Tag gibt. Auch trinken wir gerne am Nachmittag ein Glas frischen Gurkensaft aus dem Entsafter.

Wir können nun alle elektrischen Geräte ohne Landstrom auch in unserem Columbus benutzen, da wir seit einigen Monaten zwei je 150 Ampere Lithium Ionen Batterien und einen starken Wechselrichter mit 1.600 Watt an Bord haben. Seitdem greift Claudia auch mal gerne nach dem Haarewaschen zum Fön. ;)

An Vormittag sind wir durch das wirklich sehenswerte Perleberg spaziert. Die Perle und zweitgrößte Stadt der Region Prignitz liegt umschlungen von dem Flüsschen Stepenitz und gibt ganz wunderbare Einsichten in Parks und Häuser, die direkt an der Stepenitz liegen. Wir spazieren durch die schöne Innenstadt und finde es immer sehr angenehm, wenn die Häuser nicht so hoch gebaut sind.

Der Roland auf dem schönen Marktplatz wacht schon seit 500 Jahren in der alten Hansestadt.

Für uns geht es heute wieder südlich in die Elbtalauen. Im kleinen Ort Rühstädt direkt an den Elbtalauen ziehen jedes Jahr im Sommer über 30 Storchenpaare ein und wohnen hoch oben auf den Dächern in ihren Nestern.

Hier finden wir einen idyllisch gelegenen kostenlosen Stellplatz mitten im Grünen.

Zuerst wird erst einmal ausgiebig am Womo gechillt, da das Wetter wirklich traumhaft ist.

Im nahe gelegenen NABU Zentrum erkunden wir den wirklich hübsch angelegten Storchen Parcours.

Die Nacht ist super ruhig. Das einzige Geräusch ist das leise Klappern der Storchenschnäbel auf den Dächern. Wir können Rühstädt für einen Ausflug oder eine Übernachtung nur sehr empfehlen. Heute früh besucht uns dann nach vielen Tagen einmal der Regen.

Wir müssen dringend entsorgen und steuern Bad Wilsnack in den Elbtalauen an. Hier befindet sich neben der Kristalltherme ein großer Stellplatz mitten an einer ICE Bahntrasse! Für uns ist dieses Areal aufgrund des Lärms keine Alternative. Leider gibt es keinen gut angelegten Bodenablass, doch wir können mit dem kürzlich eingebauten seitlichen Ablassrohr (links von der Trittstufe) unter Zuhilfenahme unserer hellblauen und flexiblen Tubtrug Schüssel auch den Grauwassertank komplett entleeren. 

[Edit 27.06.2020] Einer unserer Leser teilte uns mit, dass es sehr wohl einen Bodeneinlass gibt. Scheinbar waren wir an diesem Tag etwas „blind“.

Dann steuern wir Plattenburg an. Ein kleiner Ort mit gleichnamigen altertümlichen Gebäude, welches leider seit diesem Jahr nicht mehr geöffnet hat. Der Innenhof ist aber zugänglich. An einem großen Seerosenteich stehen wir nun absolut idyllisch, einsam und kostenlos. Hier zwitschern die Vögel mit einem Kuckuck um die Wette. Katzen, Schwäne und Karnickel schauen hier vorbei, ein richtiges Naturparadies. Selten haben wir so traumhaft ruhig an einer solchen historischen Stätte gecampt. Deswegen bleiben wir auch noch eine zweite Nacht und lassen es uns richtig gut gehen.

Hier noch einige Bilder  von der Plattenburg in den Elbtalauen in der Galerie (zum Vergrößern auf Foto klicken).

Wir verlassen nach einer 7tägigen Rundfahrt die Region Prignitz und setzen mit der Fähre bei Havelberg über die Elbe. Für unseren 6 Meter Columbus will der Fährmann 7,50 € haben.

Nun bewegen wir uns in der Region Altmark. Die Strassen in Sachsen-Anhalt sind gleich deutlich schlechter. Gut, dass unsere neue Zusatzluftfederung von Goldschmitt die heftigsten Schläge komfortabel abfedert (hier geht es zu unserem Erfahrungsbericht).

Wir erreichen Seehausen und sind gleich verliebt in den schönen Stellplatz, der sich in einem äußerst ansehnlichen Stadtpark befindet. Hier gibt es viel Platz und auch Schatten zum Stehen. Bei den heutigen schwülen Temperaturen wollen wir uns und unserer Gemma kein aufgeheiztes Womo zumuten.

So chillen wir vor und Gemma im Columbus. Nach und nach rollen die Womos auf den Platz. Es ergeben sich ein paar nette Gespräche. Alle sind ziemlich relaxt. Dann geht es mit Blitz und Donner auch schon los. Dauerregen begleitet unseren Abend, der für Volker mit Datensicherungen und Bloggen gefüllt ist.

Derweil beruhigt Claudia unsere Gemma während es draußen laut rumpelt und plätschert.

Für uns geht morgen eine wirklich schöne Reise in den Elbtalauen vorbei. Wir haben jede Menge neuer Orte entdeckt und sind begeistert, was es gerade in der Prignitz für schöne und abwechslungsreiche Landschaften gibt. Diese Reise gibt es auch als zweiteiliges Video auf unserem YouTube Kanal. Teil 2 folgt in Kürze.

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Über Volker

Ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO und als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Campingbus in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Da mich das Reisen sehr inspiriert, möchte ich meine Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele. Mit mehr als 600 Blogbeiträgen und über 3.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

2 Replies to “Unsere Womo-Tour entlang der Elbtalauen – viel Natur, Ruhe und Wasser”

  1. Beate

    Hallo, ihr Beiden,
    eure Route an der Elbe hat uns sehr interessiert. Danke für die tollen Infos. Das werden wir uns auch genauer anschauen. Wir freuen uns auch über eure Videos und weitere Stellplätze :)

    In Bad Wilsnack waren wir am Pfingstwochenende und können eure Meinung nicht teilen. Auf dem umzäunten Stellplatz gab es eine super Entsorgungsstelle für Grauwasser. Wir konnten mit unserem Pössl einfach rauf fahren und es laufen lassen. Gleich daneben war die Entsorgung für die Toilette.
    Der ICE war für uns nicht wirklich störend und nachts haben wir gar keine Bahn gehört. Mein Mann ist Schichtarbeiter und sehr empfindlich. Aber das ist wirklich Ansichtssache.
    Was ihr dadurch verpasst habt, sind die wunderschön angelegten Parks gleich neben der Therme/ Stellplatz, wo man mit den Hunden sehr entspannt laufen konnte. Es hat uns so gut gefallen, dass wir sogar eine Nacht länger geblieben sind, als wir wollten.
    Liebe Grüße von Beate

    • Volker Autor dieses Beitrags:

      Hallo Beate, vielen Dank für dein Lob zu unserem Reisebericht. Teil 2 unserer Reise an die Elbtalauen kommt in der nächsten Woche. Wahrscheinlich waren wir in Bad Wilsnack einfach nur blind, wenn wir den Bodeneinlass übersehen haben. Für jeden ist es immer ganz individuell, wie er Lärm wahrnimmt. Wir hatten einen wunderschönen ruhigen Platz in der Nähe und empfanden die Bahnstrecke dann als sehr laut. Viele Grüße Volker

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