Muh-River oder Rinderwahnsinn an der Weser

Und wieder lockt wolkenloser blauer Himmel und Sonnenschein. Wir packen kurz unsere restlichen „sieben Sachen“ und steuern die Weser zwischen Rinteln und Hess. Oldendorf an. Durch blühend gelbe Rapsfelder fahrend, erreichen wir unseren heutigen Stellplatz mit Blick auf die Weser und Fähre.

Blick auf Fähre und Weser - Im Vordergrund die Reste des diesjährigen Osterfeuers

Nach einem längeren Plausch mit einer jungen Familie (2 Erw.  2 Kinder mit T4, Reimo Hochdach, Eigenausbau, kurzer Radstand) starten wir bei recht böigem Ostwind unseren kleinen Grillabend und genießen einen leckeren Tropfen aus unserem frz. Weinschlauch. Neben uns muhen die Kühe und plötzlich wird es hektisch. Der Bauer kommt mit einem Anhänger angebraust und bringt damit 4 junge Kälber auf die Weide. Die anderen 4 Kühe „freuen“ sich mit lautem Gemuhe. Nur eine Kuh freut sich nicht, aber dazu später.

Eine Kuh macht "Muh", viele Kühe machen Mühe...

Gegen 20 Uhr wird es langsam frisch. Wir ziehen in unsere Behausung auf Rädern und schauen uns den Sonnenuntergang an, während im Radio auf WDR die Sendung „Yesterday“ läuft. Die Kühe muhen übrigens immer noch….

Gegen 22 Uhr geht es müde in die Heia. Neben unserem Womo hat sich ein PKW dazugesellt. Ein älteres Fahrradfahrerpärchen mit 2-Mann-Zelt ! Die beiden scheinen sich gut zu verstehen. Quaseln bis weit nach Mitternacht und die eine Kuh (s. o.) muht immer noch in einem Abstand von so gefühlt 1 Minute. Richtung Rinteln geht so gegen 0 Uhr (es ist jetzt genau der 1. Mai) ein kleines Feuerwerk hoch. Die Kuh muht immer noch….

Um es kurz zu machen. Morgens nach gefühlten 379 lauten Muhs steht das Fahrradfahrerpärchen gegen 6 Uhr auf und quaselt wieder munter los. Claudi hat genug! Durch ihr Seitenfenster teilt sie dem Paar unmissverständlich mit, dass zu dieser Zeit Ruhe zu herrschen hat. Kurz darauf sind die beiden auch verschwunden. Und die Kuh macht wieder Muh!

Schöner Blick über das Weserbergland bei aufgehender Maisonne!

Wir frühstücken unser Müsli im Sonnenschein. Der Kuhbauer kommt samt Frau mit dem Fahrrad angeradelt. Er fragt uns sogleich, ob wir denn gestört wurden. Wir bejahen dies und er erklärt uns, dass die „Muh-Kuh“ im Gegensatz zu den vier Artgenossinen letzten September gekalbt hat und nicht jetzt wie alle anderen im Frühjahr. Und dieses Kalb wurde nun „abgesetzt“ und steht munter im Stall, während die Mutter „unglücklich“ auf der Weide steht und herzergreifend ruft. Diesen Mutterschmerz können wir jetzt natürlich verstehen und verzeihen die unruhige Nacht. Und am Ende müssen wir lachen, denn bei youtube gibt es ein witziges Video eines „muhenden“ Dackels.

Hier noch „unsere“ muhende Kuh: 20110501(090844)(1)(1)

Danach ging es schon wieder nach Hause.

Über Volker

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