Spätsommer in der Normandie: Teil 5: Die Halbinsel Cotentin

Nach sechs herrlichen sonnigen Tagen am Meer deutet der Wetterbericht für heute eine Regenfront an. Wir setzen uns wieder Richtung Normandie in Bewegung. Unser Ziel ist die für uns fast unbekannte Halbinsel Cotentin. Volker war zwar 1982 zu einem Segelurlaub bei Granville und kreuzte damals sogar vor den Chausey-Inseln, aber an viel mehr kann er sich nicht erinnerin.

So starten wir bei strömenden Regen und entkommen (zunächst) der Regenfront. Kurz vor Granville hat sie uns dann aber wieder eingeholt. Wir erreichen den an der Oberstadt sehr zentral gelegenen SP in der Nähe des Cap du Roc. Nachdem der Regen abgezogen ist, wagen wir einen Spaziergang. So haben wir unter anderem einen schönen Blick von „oben“ auf den Hafen sowie die Festungsanlage.

Leider verschlechtert sich das Wetter zusehens und wir flüchten nahezu bei strömenden Regen in unser rollendes Zuhause. Völlig durchnässt machen wir aus unserem Womo einen „Wäschekeller“ und lassen den Abend ausklingen.

Di, 7.09.2010

Am nächsten Tag hat sich das Wetter wieder gebessert. Wir beschließen weiter an der Westküste Richtung Norden zu ziehen. Wir starten somit die Touristenroute „route des capes“ und erreichen nach ca. 1,5 Std. das Cap de Carteret. Ein Leuchtturm und schöne Blicke über die Küstenlinien bis zu den Kanalinseln lassen uns fast nach Dänemark versetzen.

Nach einer Mittagspause geht es weiter Richtung Nordwesten. Ursprünglicher Plan war das Cap la Hague, was aber leider per Womo nicht direkt erreichbar sein soll. So kommt die unvermeidliche Fahrt entlang der Wiederaufbereitungsanlage. Ein riesiger Industriekomplex eingerahmt von unzähligen Zäunen und Sicherungsanlagen holen einen wieder in die rauen Realität zurück.

Doch der Spuk ist schnell vorbei und wir fahren etwas südlich vom Cap la Hague an das Cap Nez de Jobourg. Hier erreichen wir bei schönstem Wetter einen herrlichen Ausflugsparkplatz auf sattem Grün mit direktem Blick auf das Cap la Hague. Was will das WoMo Herz mehr. Wir verbringen den sonnigen Nachmittag in der Sonne und genießen unseren Café Latte.

Zwar kommt mit einbrechender Dämmerung Regen und Wind auf, aber am nächsten Morgen begrüsst uns wieder sonniges Wetter.

Mi, 8.09.2010

So geht es weiter an der Cap-Route. Wir durchqueren Cherbourg und erreichen das Cap Lévi nun an der Nordküste des Halbinsel. Hier wiederum könnten wir bei herrlichstem Blick auf dem Wasser sogar die Nacht stehen, aber da es erst Mittag ist, ziehen wir weiter Richtung Nordosten.

Der nächste Leuchttum von Gatte Ville streckt sich in den blauen Spätsommerhimmel.

Zwei Franzosen beim üblichen „poissons à pied“ dem sog. „Fischen zu Fuss“.

Nachmittags erreichen wir den Ort Quinéville nun an der Ostküste. Hier beginnen die Gedenkstätte zum 2. Weltkrieg. Wir genießen einen französichen Café au Lait sowie ein Eis in der Sonne und müssen leider morgen weiter Richtung Osten und somit Richtung Heimat ziehen.

Über Volker

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