Fledermausgarten, Wassermühle und das Ende vom Hühnerfurz in Quedlinburg

Der fröhliche Rotweinabend von gestern lässt uns 9 Stunden nicht aus den Federn finden
🙂

Ein Glück, dass uns die Sonne auch heute morgen treu ist…

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…so fällt es wenig auf, dass wir bei der Besichtigung der Obermühle Sonnenbrille tragen!

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Der Mühlenverein hat hier schon vieles liebevoll restauriert und wieder hergestellt!

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Das Mühlenrad dreht sich…

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und wir erkunden die gute Stube sowie das Oberstübchen.

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Der Aufzug war ausschließlich „Säcken“ vorbehalten…

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…gemeint sind solche mit Mehl 🙂

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Die Fledermäuse haben hier einen eigenen Garten…

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…haben sich aber zum Saisonauftakt nicht blicken lassen (haben wohl wieder die Nacht zum Tag gemacht:-))

Wir lassen noch eine Spende da, verzichten aber auf eine „Fettschnitte“ (wir vermuten dabei ein Schmalzbrot), denn das Frühstück ist noch nicht lang her.

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Dann betätigen wir uns noch an der V/E-Station, bevor wir wieder Fahrt aufnehmen und irgendwann über die traumhaft ausgebaute B6(N) nur so schweben! Hier könnte sich so manche Autobahn mal eine Scheibe Asphalt abschneiden!!

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Heute probieren wir einen anderen von 3 Stellplätzen in Quedlinburg: „An den Fischteichen“, nördlich des Stadtkerns gelegen.

Zwar relativ nah an einer nicht wenig befahrenen Strasse, dafür aber kostenlos und mit V/E sowie Strom. Zudem rutschen wir in die hintere Ecke, neben bereits ankernde Womos und haben somit noch einen Geräuschepuffer 🙂

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Auf unserem Sparziergang durch das Meer der Fachwerkhäuser Richtung Marktplatz begegnet uns erneut die humoristische Ader der Quedlinburger Gastronomie ;.)

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Im Übrigen heißt der Max hier Paul und ist eine Extrawurst aus dem Harz 🙂

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Eher zufällig laufen unsere Füße vor das „ICE Bordrestaurant“ neben einem Modelleisenbahnladen in der Pölkenstr. 38.

Hier finden sich original ICE-Sitze sowie Bestuhlung und Teppich aus einem echten Bordrestaurant neben diversen weiteren Memorabilien aus dem Eisenbahngewerbe.

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Wir stillen unseren Kaffee- und Kuchendurst und lassen unserer Fantasie freien Lauf: schön wären Durchsagen à la „Nächster Halt Hauptbahnhof XY“, die Bedienung trüge Fantasie-Uniformen der DB, am Eingang würden Fahrkarten ausgegeben, die bei Erhalt von Speisen und Getränken abgeknippst werden und zu jeder vollen Stunde führe eine Modelleisenbahn an der Wand durch den Laden…..

Für uns geht’s dann aber zu Fuß weiter durch Strassenzüge mit unzähligen, schnuckeligen Fachwerkhäuschen und solchen, die erst noch aus dem Dornröschen-Gammel-Schlaf wiedererweckt werden wollen.

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Unser Weg führt schließlich wieder buswärts.

(Unser Gespräch wird jetzt seeeehr fachspezifisch! Empfindliche und Dessinteressierte sollten hier besser aussteigen!)

Wie so häufig diese Woche diskutieren wir mal wieder die latent auftretende Geruchsbelästigung, ausgehend von der Kassettentoilette (Thetford C260) (siehe Bericht Drama in Dresden). Am Anfang der Reise ließ sich der leichte Mief überhaupt nicht exakt einordnen. Weder konnten wir Entstehungsort lokalisieren noch Entstehungsart. Wir dachten an irgendwelche Neuwagengerüche im Sinne von „die Warmwasserkonvektoren müssen im Dauerbetrieb erst noch ausdünsten“ oder „die Fussel des neuen Teppichs verschmoren in den heißen Konvektoren“.

Es roch auch nur außerhalb des Bades.

Wir titulierten irgendwann der Einfachheit halber und wegen der Ähnlichkeit den Geruch als „Hühnerfurz“.

Visionen von wochenlangen Sommertouren, an denen wir am Zielort halb ohnmächtig aus dem Bus fallen, weil der „Hühnerfurz“ nicht abzustellen ist treibt uns die Sorgenfalten auf die Stirn!

Es lebe das Internet und fleißige Schreiberlinge in Wohnwagen/ -mobilforen 😉

Wir haben herausgefunden, dass das Fach unterhalb der Kassettentoilette mit dem lustigen runden Loch und einem darüber führenden Steg eben kein „Geheimfach“ ist (sorry Herr Günther ;-))…

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sondern dass der Steg beim Gegenstück in der Kassette

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beim Einsetzen derselben einen Entlüftungsmechanismus aktiviert (Ventil unter der Abdeckung mit der Thetford-Beschriftung),

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denn eigentlich erwartet Thetford, dass ein nach unten abführendes Ventilationssystem eingebaut wird, in eben diesem Fach!

Ohne diese Entlüftung günzelt der entweichende „Gasgeruch“ ins Innere des Fahrzeugs!!

Entfernt man jetzt den Deckel des Fachs,

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wird kein Druck mehr auf den Mechanismus ausgeübt und alles bleibt in der Kassette und wird ausschließlich über den Schlauch der installierten SOG-Entlüftung ins Freie abgeführt.

Diese Theorie finden wir absolut einleuchtend und schreiten gleich zur Tat!

Morgen erfolgt dann der Praxistest und mit etwas Glück, haben wir dem „Hühnerfurz“ in Quedlinburg den Garaus gemacht 😉

Danke Ernesto, Klaus und wie ihr alle heißt 🙂

Über Volker

Hi, ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO.Ich bin als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Wohnmobil in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Ich verbinde meine Internetaffinität mit meiner Leidenschaft, zusammen mit meiner Ehefrau mit dem Wohnmobil in Europa zu reisen. Da uns diese Reisen sehr inspirieren, möchte ich die Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele.Mit über 500 Artikeln und über 2.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

6 Replies to “Fledermausgarten, Wassermühle und das Ende vom Hühnerfurz in Quedlinburg”

  1. Thorsten

    Hi Volker,

    das ist aber nur die halbe Wahrheit befürchte ich.

    Diese Entlüftung ist notwendig um die Volumenänderung in der FlüssiggoldKiste , die durch Temperaturschwankungen entsteht, auszugleichen.

    Da Du ja scheinbar einen extern SOG verbaut hast kann der Druck dadurch entweichen, ohne würde aber beim Entfernen des Deckels ,wie von Dir vorgeschlagen und einer Erwärmung des Behälters ein Überdruck enstehen, der sich beim Öffnen des Schiebers dann gern in den Toiletteninnenraum abbaut.

    Die Folgen sind stark von der Druckhöhe (Temperaturdifferenz) und dem Füllstand abhängig, in jedem Fall aber unangenehm 😉

    Thorsten

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