Christmas Tour 2019 – Teil 2 – Heiligabend auf Römö

Weiter geht es auf unserer Christmas Tour 2019 von Neumünster nach Dänemark. Römö ist unser Ziel für die Weihnachtsfeiertage. Heute ist Heiligabend und wir wollen auf jeden Fall eine dänische Weihnacht feiern.


Bisher haben wir nie eine Reise mit dem Womo über Weihnachten hier in Dänemark erlebt. Umso gespannter sind wir auf den „Füllstand“ des schönen mehrfach erprobten Stellplatz Oasen Römö (► zu unserem umfangreichen Stellplatzbericht).

Und dann geht es auf den „Damm“. Für alle die auch schon auf Römö waren, kennen dieses Gefühl der unendlichen Weite, wenn von beiden Seiten die Nordsee den Blick erweitert.

Wir haben sogar gerade das Gefühl, dass uns die Sonne noch einen kurzen aber schönen Gruß sendet. Bei uns steigt die Laune stetig nach den letzten Pleiten, Pech und Pannen aus dem ersten Teil unserer Reise.

Wir erreichen den Stellplatz Oasen Römö (►Stellplatzbeschreibung bei Camper Contact) und suchen uns einen leeren Bereich am kleinen Teich vom großen hinteren Platz. Von den knapp 200 Parzellen sind gerade mal 10% belegt. So gefällt uns das.

Wohnmobilstellplatz Oasen Römö

Hier ist die gefühlte Temperatur aufgrund der feuchten Meeresbrise deutlich niedriger. Daher gibt es erst einmal leckeren Punsch zum Aufwärmen. Dazu hat Claudia mit dem Omnia Backofen mundgerechte glutenfreien Stollen gezaubert. Einfach nur köstlich…

In der zuckersüßen Punschlaune werde ich dann noch etwas dekoriert. Rudi das Rentier lässt grüßen oder was auch immer….

Auf der abendliche Dogwalkrunde über dem Platz sehe ich, dass nicht nur wir, sondern auch alle anderen Womos dezente weihnachtliche Beleuchtung an den Fenstern angebracht haben. Auch die Platzbetreiber haben einige illuminierte Weihnachtsbäume aufgestellt. Es herrscht eine schöne und friedliche Stimmung. Man grüßt sich und wünscht sich frohe Weihnachten. Welch eine Idylle!

Am nächsten Tag ist die Fahrt zum Strand nach Lakolk obligatorisch. Doch wir stoppen abrupt auf der Zufahrt. Nahezu der gesamte Strand steht unter Wasser. Nur die Randbereiche sind weitestgehend trocken. Da wir uns schon einmal an einem ►Autostrand in Dänemark festgefahren haben, wenden wir und stellen unseren Camper auf dem vorgelagerten Parkplatz sicher ab. Bei dem Auftrieb hier und dem begrenzten Parkbereichen am Strand reicht uns auch ein langer Spaziergang.

Und heute am 1. Weihnachtsfeiertag ist in der Mittagszeit echt eine Menge Volk unterwegs. Sogar alte Bullis kurven hier durch die Gegend. Aber auch Allrad-PKWs machen Donuts und heizen durch kleine Priele und erzeugen dabei Fontänen.

Römö Lakolk Strand Bulli Strandparken

Aber auch wir haben unseren Spaß an der Weite. Heute weht kaum eine Brise.

Unsere Gemma flitzt über den Strand und gräbt nach, tja, das wissen wir auch nicht so recht….

Nach der zweiten Nacht, am 2. Weihnachtsfeiertag, wird es hier auf dem „Oasen Römö“ deutlich voller und wir beschließen langsam wieder südwärts zu ziehen. Gerade die Westküste zwischen Römö und Sankt-Peter Ording kennen wir nicht gar nicht so gut.

Gleich nach dem ersten südlichen Abzweig vom Damm erkunden wir eine alte Schleuse, die „Ballum Schluse“. Der Ausblick auf das Watt und das Festland ist gerade jetzt bei Sonnenschein gigantisch. Wir merken, wie gerne wir doch gerade in der Winterzeit in Dänemark reisen. In den 2.000er haben wir uns mindestens einmal im Jahr in der „Offseason“ in ein schönes Ferienhaus eingemietet. Manchmal vermissen wir es, uns ein gemütliches Feuer im Ofen anzuzünden und ein ganzes großes Haus für uns zu haben.

Wir ziehen weiter südlich entlang der Küsten und finden noch einen schönen Strandparkplatz, der sicherlich auch zur Übernachtung taugen könnte. Wir befinden uns nun zwischen Koldby und Hjerpsted Sogn. Hier liegen große schwarze Steine wahllos im Wasser und erzeugen im Licht eine mystische Stimmung. Dänemark zeigt sich heute von seiner ganz ruhigen Seite.

Auch der obligatorische Regenbogen zeigt sich am Firmament und „rundet“ die Szenerie richtig hübsch ab.

Wir erreichen den größtenteils im hinteren Bereich zu einem Stellplatz umgestalteten Campingplatz Vadehavscamping (►Stellplatzbeschreibung bei Camper Contact). Im Prinzip sind die Parzellen ähnlich wie auf dem Oasen Römö Stellplatz angelegt. Aber der Unterschied: Wir stehen völlig alleine hier. Eingecheckt wird problemlos mittels Kreditkarte an einem Bildschirmterminal. Mittels übermittelten entsprechenden persönliche Code lässt sich dann die Schranke zur Einfahrt/Ausfahrt öffnen. Auch alle Einrichtungen, wie Dusche und Wasser lassen sich hierüber bedienen. Nach dem Auschecken am nächsten Tag gibt es dann unverzüglich die Rechnung via E-Mail (Preis für die Übernachtung inkl. Strom: 17,01 €). Toller Service! So etwas könnte in Deutschland auch mehr angeboten werden. 

Einsam und friedlich stehen wir in diesem Lichtermeer. Echt klasse! Am nächsten Tag arbeite ich noch für’s Büro ein paar Stunden bei vorzüglich schnellem WLAN des CP. Anschließend unternehmen wir noch eine ausgedehnten Dogwalk am Deich entlang und genießen die frische und kalte Nordseeluft.

Dann geht es für uns wieder zurück nach Deutschland. Wir wollen uns noch etwas in Nordfriesland umschauen. Ziel soll der kleine Stellplatz in Dagebüll sein. Schon bei der Anfahrt zum Areal fällt uns an diesem 27. Dezember auf, dass massig viele PKWs in den Ort strömen. Wir finden den Grund: Hier ist das Fährterminal zu einigen Insel, wie Föhr und Amrum. Leider ist auf dem Stellplatz das Internetsignal trotz unserer guten Außenantenne recht instabil und macht für eine weitere Arbeitssession keinen Sinn.

So geht es für uns weiter an der Küste auf der Suche nach besserem Netz. Noch nie haben wir die durch die Eindeichung entstandene Nehrung zwischen Wattenmeer und dem nördlichen sowie südlichen Speicherbecken bei Schlüttsiel befahren. Diese Weite und die Lichtstimmung beeindrucken uns gerade ungemein. Schließlich landen wir auf dem kostenlosen Stellplatz in Bredstedt an der Süderstrasse, direkt neben dem zurzeit geschlossenen Erlebnisfreibad und dem Aerobicstudio :) finden 4 Womos etwas schräg Platz. Strom gibt es gegen Gebühr auch. (►zur Stellplatzbeschreibung bei Camper Contact)

Ja, auch wir stehen nicht immer nur an Traumplätzen, sondern auch mal ganz pragmatisch. So hört man in schöner Regelmäßigkeit auch die Einwürfe am gegenüberliegenden Altglascontainer, der natürlich gerade nach den Weihnachtsfeiertagen stärker frequentiert wird.

Doch am nächsten frostigen Morgen zeigt uns der Osthimmel eine berauschende Morgenröte während ich mit Gemma die Morgenrunde drehe. Geschlafen haben wir hier aber wie die Murmeltiere. Im Sommer sowie in der Schulzeit wird es hier durch das Freibad und die Schule sicherlich deutlich unruhiger sein. Heute machen wir etwas mehr Strecke  und  bewegen uns langsam wieder Richtung Hamburg. Da das Wochenende vor der Tür steht, wird noch ein wenig Nachschub an Lebensmitteln gebunkert, bevor wir  zum Wildtierpark Eekholt fahren. Wir standen hier schon häufig ruhig und kostenlos auf dem hinteren begrünten Parkplatz, wie im ►1. Teil unserer YouTube Videos zur Reise über Fünen.

Zuerst müssen wir noch einen Umweg zur Tankstelle fahren, da wir es irgendwie verpeilt haben, vorher zu tanken. Und bei dem Frost läuft unsere Dieselheizung permanent. Da wollen wir doch das Glück nicht herausfordern, mit nahezu leeren Tank morgens aufzuwachen. Doch Eekholt erweist sich für uns heute als Pleite. Scheinbar wurden seit dem Sommer Hinweisschilder aufgestellt (dieses zu fotografieren, haben wir leider vergessen), die nur eine Übernachtung akzeptieren, wenn man einen Tickets für den Besuch des Tierparks vorweisen kann. Das haben wir heute nicht mehr vor und fahren etwas enttäuscht weiter. Doch wir sind ja recht erfahren mit dem Suchen eines geeigneten Stellplatzes. Auf dem Weg zu einem weiteren Übernachtsplatz im Kreis Segeberg sehe ich das Hinweisschild „Sportplatz“ in einem kleineren Ort. Wir biegen sofort ab und finden am Ende der Sackgasse diesen Parkplatz.

Wir kuscheln uns neben einem abgestellten Bürocontainer, im Schatten der Straßenbeleuchtung, und finden es hier ruhig and friedlich. Kindertagesstätte und Sportplatz sind über die Feiertage natürlich verwaist. So stehen wir hier bei einsetzendem Frost herrlich einsam und übernachten vorzüglich.

Am nächsten Morgen kann ich mit Gemma noch eine schöne Runde im nahe liegenden Wäldchen und an Feldern entlang unternommen. Ich mag übrigens gerne Vergleichsfotos unserer Stellplätze aus der gleichen Perspektive. Entweder im Hellen und Dunkeln oder bei Sonne und Regen. Es sind so wie hier auch zwei völlig unterschiedliche Eindrücke der Szenerie. Für uns geht heute die Christmas Tour 2019 zu Ende. Wir müssen „zwischen den Jahren“ an den drei Arbeitstagen wieder ortsabhängig in Hannover arbeiten. So nutzen wir die praktischen Müllcontainer auf einem Rasthof, um quasi im Vorbeifahren unseren Hinterlassenschaften loszuwerden.

Es war eine sehr entspannte Tour, wenn sie auch anfangs von ein paar kleinen Pannen und Umwegen geführt hat. Wir haben uns wieder mal im Norden sehr wohl gefühlt. Das Wetter hat prima mitgespielt, so dass die Wahl nach der vorangegangenen Wetteranalyse voll aufgegangen ist. Wir hoffen, ihr hattet auch eine schöne Weihnachtszeit, ob auch unterwegs oder Zuhause.

Über Volker

Ich bin Volker vom Reiseblog UMIWO und als Teilzeitreisender seit 2005 mit dem Campingbus in Europa unterwegs. UMIWO versorgt Campingbegeisterte mit Reise- und Testberichten auf unterhaltsame, humorvolle und authentische Weise. Da mich das Reisen sehr inspiriert, möchte ich meine Erlebnisse, Eindrücke und Emotionen in diesem Blog ausdrücken und so den “Spirit” mit anderen teilen. Feedback, Kommentare und Live-Kontakte bereichern darüber hinaus mein Wissen, Entwicklungsmöglichkeiten und setzen Anreize für künftige Ziele. Mit mehr als 600 Blogbeiträgen und über 3.000 Followern auf diversen sozialen Plattformen ist UMIWO ein in der deutschsprachigen Blogosphäre bereits seit 2010 geführter Blog.

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